Internationale Gleichstellungspolitik

Elke Ferner bei der 62. Sitzung der VN-Frauenrechtskommission

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Die deutsche Delegation für die 62. Sitzung der VN-Frauenrechtskommission in New York© BMFSFJ

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, Elke Ferner, nimmt seit dem 12. März an der 62. Sitzung der Frauenrechtskommission (FRK) der Vereinten Nationen in New York teil. Schwerpunkthema ist die Stärkung von Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten. Das Bundesfrauenministerium stellt in New York umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen, Lohngerechtigkeit und zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern im ländlichen Raum vor. Zudem präsentiert Elke Ferner beim Interaktiven Dialog zum diesjährigen Überprüfungsthema "Frauen und Medien" die Initiativen der Bundesregierung; auch eine Vertreterin von "Discover Football" stellt dabei ihr Projekt zu Frauen in der Sportberichterstattung vor.

Begleitet wird Elke Ferner von einer Regierungsdelegation mit zahlreichen Vertreterinnen der Zivilgesellschaft, zum Beispiel dem Deutsche Landfrauenverband, der über 500.000 Mitglieder vertritt. Auch zwei Jugendbeobachterinnen der Deutschen Gesellschaft für Vereinte Nationen sind bei der Sitzung dabei. Sie wollen die Perspektive der Jugend in die Sitzung einbringen - etwa zu Fragen wie Ernährungssicherung, Teilhabe und Verwirklichungschancen von Frauen und Mädchen im ländlichen Raum.

Während der Sitzung wird eine Resolution zu konkreten Maßnahmen für Frauen und Mädchen im ländlichen Raum verhandelt.

Elke Ferner betonte dazu:

"Frauen und Mädchen im ländlichen Raum sind weltweit aktiv für nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherheit und für Zukunftsperspektiven. Sie engagieren sich auch in der Politik für die Wahrnehmung der Bedürfnisse der Landbevölkerung. Darin müssen wir sie stärken und aktiv unterstützen."

Die vollständige Rede der Parlamentarischen Staatssekretärin in der Generaldebatte ist hier zu finden.

Weltweit gibt es große Unterschiede zwischen den Lebensverhältnissen in den Städten und auf dem Land. Frauen auf dem Land haben es aufgrund längerer Wege oder einer schlechteren Infrastruktur in einigen Bereichen deutlich schwerer als Frauen in der Stadt. Deshalb verfolgt Deutschland das Ziel die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Stadt und auf dem Land sowie gleichwertige Lebensverhältnisse weiter voranzutreiben.

Seit ihrer Gründung 1946 hat die Frauenrechtskommission - als funktionale Kommission des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (Economic and Social Council, ECOSOC) - die Stärkung von Frauen und ihrer Rechte als oberstes Ziel. Sie erarbeitet Empfehlungen und Berichte zur Förderung der Frauenrechte in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Soziales und Bildung. Die Frauenrechtskommission hat 45 Mitglieder, die für vier Jahre gewählt werden.

Am Rande der Frauenrechtskommission kommen in New York zudem die Ministerinnen und Minister für Gleichstellung der G7 auf Einladung Kanadas zusammen. Kanada hat Gleichstellung zu einem von fünf Schwerpunktthemen und zum übergeordneten Querschnittsthema seiner diesjährigen G7-Präsidentschaft gemacht. Die Bundesregierung begrüßt diesen Ansatz. Themen sind die Stärkung der Teilhabe von Frauen und zivilgesellschaftlichen Frauenorganisationen, die Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen und das gemeinsame Vorgehen gegen Gewalt und Menschenhandel.