Nationales Zentrum Frühe Hilfen

Einsatz für starke Familien und gesunde Kinder

Das Bild zeigt ein Porträt von Juliane Seifert
Staatssekretärin Juliane Seifert© Bildnachweis: Bundesregierung/Jesco Denzel

Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, hat am 18. Oktober in Berlin vor rund 170 Gästen auf der Kooperationstagung "Damit Armut nicht krank macht - über starke Familien zu gesunden Kindern" gesprochen, um auf den Schutz vor Kinderarmut durch die Frühen Hilfen hinzuweisen. Geladen hatte das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit & Frühe Hilfen (BAG).

Im Vordergrund der Tagung stand die Frage "Wie können Kinder- und Jugendhilfe und das Gesundheitssystem durch gemeinsame Anstrengungen erreichen, dass Armut nicht krank macht?".

Juliane Seifert:

"Frühe Hilfen leisten einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit von Kindern. Mit der Bundesstiftung Frühe Hilfen fördern wir dauerhaft mit 51 Millionen Euro jährlich die regionalen Netzwerke Frühe Hilfen und die psychosozialen Unterstützungsangebote für Familien in belastenden Lebenssituationen. Gerade Familien in Armutslagen können von diesen vielfältigen Angeboten profitieren."

Laut einer NZFH-Studie gehört Armut zu den bedeutendsten Faktoren für Entwicklungsdefizite und Gesundheitsrisiken im Kindesalter. So sind 28,4 Prozent der Familien, die Sozialleistungen beziehen, von vier oder mehr Belastungsfaktoren (beispielsweise einer Depression) betroffen. Bei Familien ohne staatliche Förderung sind dies nur 3,7 Prozent.

Mit der Tagung widmete sich das NZFH im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstmals dem Thema Frühe Hilfen und Kinderarmut. Darum war auch die Bundesagentur für Arbeit eingeladen, an der Tagung mitzuwirken. Ziel ist jetzt, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hilfesystemen zu stärken, um die Chancen der Kinder zu verbessern.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NFZH) begleitet die Bundesstiftung Frühe Hilfen in der Qualitätssicherung und -entwicklung. Die Bundesstiftung Frühe Hilfen stellt jährlich 51 Millionen Euro für die Förderung von Netzwerken der Frühen Hilfen und die psychosoziale Unterstützung von Familien zur Verfügung. Die Frühen Hilfen unterstützen junge Eltern und ihre Kinder in schwierigen Situationen insbesondere in den ersten drei Lebensjahren. Im Fokus steht ein gesundes und gewaltfreies Aufwachsen von Kindern.