Hospizarbeit und Ehrenamt

Dr. Franziska Giffey würdigt Engagement für sterbende Menschen und ihre Angehörigen

Das Bild zeigt ein Gruppenfoto
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey mit den an der Erstellung der Studie beteiligten Wissenschaftlern und Vertretern des DHPV© HelenNicolai-BusinessPortraits.de

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 12. Juli an der Vorstellung der Studie "Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit" des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) in Berlin teilgenommen. Die Bundesministerin würdigte die ehrenamtliche Hospizarbeit als eine der anspruchsvollsten und intensivsten Formen des Engagements und sprach sich für eine stärkere Unterstützung aus.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey:

"Die Begleitung von sterbenden Menschen und ihren Angehörigen ist anspruchsvoll. Umso mehr Respekt gebührt denen, die diese Arbeit ehrenamtlich machen. Die medizinische Versorgung ist das eine. Genauso wichtig ist, im Gespräch zu bleiben, Zuwendung zu geben, Zeit zu haben und für sterbende Menschen da zu sein. Das ist nicht immer einfach und gerade darum ist das ehrenamtliche Engagement besonders wertvoll."

Laut der Studie des DHPV kann sich fast ein Fünftel der Bevölkerung (17 Prozent) vorstellen, Schwerstkranke und Sterbende am Lebensende zu begleiten. Das sind weit mehr als die aktuell tatsächlich in der Hospizarbeit Engagierten. Durch Anpassung der Organisationsstrukturen und eine flexiblere Gestaltung des Engagements kann die Hospizarbeit für mehr Menschen geöffnet werden. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey will die erforderliche Weiterentwicklung der Hospizarbeit unterstützen.

Die Hospizforschung steht in Deutschland noch am Anfang. Insbesondere der ehrenamtlichen Sterbebegleitung wurde bislang nur wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit geschenkt. Für die DHPV-Studie wurde ein Forschungsprojekt geschaffen, das wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung ehrenamtlicher Hospizarbeit erarbeitet hat. Am Forschungsprojekt beteiligt waren Prof. Dr. Reimer Gronemeyer (Gießen), Prof. Dr. Andreas Heller (Wien), Prof. Dr. Thomas Klie (Freiburg) und Prof. Dr. Werner Schneider (Augsburg).