Förderpreis "Verein(t) für gute Kita und Schule"

Dr. Franziska Giffey verleiht Preise für Bildung frei von Klischees

Das Bild zeigt Franziska Giffey mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Förderpreises "Verein(t) für gute Kita und Schule"
Dr. Franziska Giffey mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Förderpreises "Verein(t) für gute Kita und Schule"© Marc Beckmann

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat am 12. November an der Verleihung des Förderpreises "Verein(t) für gute Kita und Schule" teilgenommen und übergab einen der drei mit 5000 Euro dotierten Hauptpreise. Im Jahr 2018 wurden Kita- und Schulfördervereine ausgezeichnet, die sich für Bildung frei von Geschlechterklischees stark machen.

Dr. Franziska Giffey betonte in ihrer Eröffnungsrede:

"Ich freue mich über so viel Engagement in Kita und Schule für eine Bildung frei von Geschlechterklischees. Kita- und Schulfördervereine, die so eine tolle Arbeit leisten, verdienen unsere Anerkennung. Sie kümmern sich um die Zukunft unserer Kinder, indem sie jenseits althergebrachter Rollenbilder eine bunte Welt der Vielfalt öffnen."

Den diesjährigen Förderpreis “Verein(t) für gute Kita und Schule“ der Stiftung Bildung erhalten drei Projekte, die Kinder und Jugendliche ermutigen, ihren Fähigkeiten und Talenten zu folgen - frei von traditionellen Rollenzuschreibungen. 

Dr. Franziska Giffey:

"Alle nominierten Projekte sind hervorragende Beispiele, wie durch den Abbau von Geschlechterklischees die Talente unserer Kinder bestmöglich gefördert werden können und jedes Kind das werden kann, was es werden will. Nachahmung ist ausdrücklich erwünscht. So kann jedes Kind es packen! Der Erfolgsfaktor ist: Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern und pädagogische Fachkräften ziehen an einem Strang."

Insgesamt waren 14 Kita- und Schulfördervereine aus elf Bundesländern nominiert, am Ende konnten sich drei Projekte aus Berlin durchsetzen.

  • Das Projekt "Jahr des Regenbogens" wurde vom Berliner Kita-Förderverein Heidemühler-Rasselbande initiiert. Der Regenbogen dient dabei als Bezugspunkt für zahlreiche Aktivitäten und Themen - angefangen bei der Untersuchung des Farbspektrums über physikalische Phänomene in der Lernwerkstatt für Naturwissenschaft und Technik, bis hin zum sozialen Miteinander. Dr. Franziska Giffey überreichte den Preis.
  • Der Schulförderverein Freundeskreis des Werner-von-Siemens-Gymnasiums überzeugte mit der "Arbeitsgemeinschaft Feminismus, Aufklärung, Gender, Diversity". Die AG wurde von Schülerinnen und Schülern selbst ins Leben gerufen. Sie soll 14- bis 19-Jährigen einen Raum geben, sich über Themen wie Gendervielfalt, Frauen im Islam, häusliche und sexualisierte Gewalt oder berufliche Chancengleichheit auszutauschen. Den Preis übergab Prof. Dr. Gesine Schwan, Schirmherrin der Stiftung Bildung.
  • Das Projekt "Kinderladen Wilde Mö(h)re" des Berliner Kita-Fördervereins FreiRäume wurde ebenfalls mit einem Preis bedacht. Die Mitglieder haben ein Gesamtkonzept für eine genderreflektierte und vorurteilsbewusste Pädagogik entwickelt. Umgesetzt wird dies mit der Bereitstellung gendersensibler Bücher, Spielsachen, Räumlichkeiten sowie durch die Verwendung einer genderbewussten Sprache. Die Auszeichnung, gestiftet vom Technologie-Unternehmen Accenture, überreichte Kerstin Broßat, Leiterin der Abteilung Inclusion & Diversity.

Der Förderpreis "Verein(t) für gute Kita und Schule" der Stiftung Bildung prämiert seit bereits vier Jahren deutschlandweit erfolgreiche Projekte von Schulfördervereinen und in diesem Jahr erstmals auch von Kita-Fördervereinen. Ziel ist es, in Kita und Schulen wirksame Projekte zu entdecken, zu fördern und zu verbreiten. Der Förderpreis wird 2018 in Kooperation mit den bundesweiten Projekten "Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag" - und "Boys'Day - Jungen-Zukunftstag", der Initiative Klischeefrei sowie dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit vergeben. Weitere Informationen zum Förderpreis und die Steckbriefe der Preisträger finden Sie auf der Webseite der Stiftung Bildung.