Corona-Pandemie Darlehen für gemeinnützige Organisationen

Die über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen der Wohlfahrtspflege und der Kinder- und Jugendhilfe sind ein wichtiger Teil der Sozial- und Bildungslandschaft in Deutschland. Viele Einrichtungen leiden unter den Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie und haben in dieser Zeit Umsatzeinbußen.

Bund stellt 1 Milliarde Euro für Kredite bereit

Um die Liquidität der gemeinnützigen Organisationen zu sichern, hat der Bund deswegen für 2020 ein Sonderkreditprogramm über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgelegt. Dazu stellt der Bund zur Bewältigung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie eine Milliarde Euro über die KfW den landeseigenen Förderinstituten (LFI) zur Verfügung. Die teilnehmenden LFI wiederum stellen die Kredite den Endkreditnehmern (gemeinnützigen Organisationen) in der Regel über die Hausbanken zur Verfügung; in einzelnen Ländern ist eine Antragstellung direkt beim jeweiligen LFI möglich.

Der Bund übernimmt bis zu 80 Prozent des Ausfallrisikos für die einzelnen Kredite. Damit können die Länder mit überschaubaren eigenen Mitteln die Hausbanken zu insgesamt 100 Prozent vom Ausfallrisiko für die entsprechenden Kredite entlasten.

Günstige Bedingungen

Ziel ist eine schnelle Kreditvergabe an gemeinnützige Organisationen ohne Besicherung und ohne eigene Risikoprüfung zu sehr günstigen Konditionen (maximal 1,5 Prozent per annum). Ermöglicht werden auch tilgungsfreie Anfangsjahre, eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren und Stundungen, Vergleiche und Erlasse im Rahmen rechtlicher Vorgaben. Der Höchstbetrag liegt bei 800.000 Euro.

Anträge in mehreren Bundesländern bereits möglich

Seit August können gemeinnützige Organisationen in mehreren Bundesländern entsprechende Anträge bei den landeseigenen Förderbanken stellen. Dazu zählen:

Weitere Länder sollen in Kürze folgen.

Allgemeine Informationen zum Globaldarlehen bietet auch die Website der KfW.