Demenz

Bettina Tietjen ist Botschafterin der Woche der Demenz 2018

Bettina Tietjen fordert mehr Akzeptanz für Menschen mit Demenz

Die Gesellschaft für das Thema Demenz sensibilisieren und Berührungsängste abbauen. Das ist das Ziel der Woche der Demenz, die vom 17. bis 23. September unter dem Motto "Demenz - dabei und mittendrin" stattfindet. Die Themenwoche wurde von der "Allianz für Menschen mit Demenz" ins Leben gerufen. Botschafterin ist 2018 die NDR-Moderatorin und Buchautorin Bettina Tietjen.

Bettina Tietjen:

"Demenz ist immer noch ein Tabuthema. Unsere Gesellschaft hat Angst vor Demenz und verdrängt den Gedanken daran. Demenz kann jeden und jede treffen. Wir dürfen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen nicht allein lassen. Sie sollen so lange wie möglich am sozialen Leben teilnehmen und im vertrauten Umfeld leben können. Demenziell veränderte Menschen haben genauso ein Recht auf Lebensfreude wie alle anderen. Unterstützen wir sie und ihre Familien, indem wir sie ohne Berührungsängste als gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft akzeptieren! Dafür setzte ich mich als Botschafterin der Woche der Demenz ein."

Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dankten Bettina Tietjen für ihr Engagement.

Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey betonte:

"Die Diagnose Demenz darf nicht zum Ausschluss aus der Gesellschaft führen. Menschen mit Demenz gehören in die Mitte unserer Gesellschaft. Ich freue mich, dass Bettina Tietjen in der Sache eine wichtige Partnerin für uns wird. Wichtig ist mir die konkrete Unterstützung vor Ort. Die 500 Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz leisten eine hervorragende Arbeit in ganz Deutschland mit Beratung und Hilfe."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn:

"Mit den Pflegestärkungsgesetzen haben wir dafür gesorgt, dass Menschen mit Demenz und ihre Familien deutlich mehr Hilfe erhalten. Neben den Leistungsverbesserungen sollte eine demenzfreundliche Gesellschaft unser gemeinsames Ziel sein! Jeder ist gefragt, die Situation von Demenzkranken zu verbessern. Dazu gehört eine gute pflegerische und medizinische Versorgung genauso wie ein verständnisvoller Umgang - in Arztpraxen, Krankenhäusern, Bürgerämtern oder im Supermarkt. Ich danke Bettina Tietjen für Ihren Einsatz. Denn wir brauchen Menschen, die sich für Demenzkranke stark machen."

Rund 1,7 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. Jährlich erkranken 300.000 Menschen neu. So leben in Familien, Nachbarschaft und Quartier künftig immer mehr Menschen mit Demenz. Die Krankheit wird oftmals tabuisiert: Erkrankte und Angehörige fühlen sich isoliert, erforderliche Hilfe und Unterstützung unterbleiben. Daher hat die Bundesregierung die "Allianz für Menschen mit Demenz" als eines der Handlungsfelder der Demografiestrategie ins Leben gerufen.