Hospiz- und Palliativversorgung

Stefan Zierke würdigt Engagement in der Hospizarbeit

Das Bild zeigt Stefan Zierke mit weiteren Personen für ein Gruppenbild posierend
Stefan Zierke mit Urs Münch (Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin), Christian Schirmer (LAG Hospiz Brandenburg e.V.), Susanna Karawanskij (Arbeitsministerin des Landes Brandenburg), Franziska Kopisch (Koordinierungsstelle für Hospiz-und Palliativversorgung) und Prof. Dr. Winfried Hardinghaus (Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.)© Natalie Römer

Um die Hospizarbeit und Palliativversorgung in Brandenburg voranzubringen, haben am 29. April in Potsdam zahlreiche gesundheits- und gesellschaftspolitische Akteure die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland unterzeichnet. Den Rahmen bildete eine Auftaktveranstaltung zur Umsetzung der Charta in Brandenburg. Geladen hatte die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V.  Auch der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesfamilienministerin, Stefan Zierke, nahm teil.

Stefan Zierke:

"Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer qualitativ hochwertigen palliativen und hospizlichen Versorgung. Sie muss nun in die Gesellschaft getragen und von den Verantwortlichen umgesetzt werden. Mit der Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz wurde dazu heute in Brandenburg ein bedeutsamer Schritt getan.

Uns als Bundesfamilienministerium ist wichtig, dass die Menschen in einer der schwersten Zeiten ihres Lebens nicht alleine sind. Deshalb unterstützen wir diejenigen, die sich um die Schwerstkranken und Sterbenden kümmern, ihnen Halt geben, diejenigen unterstützen, die gerade einen geliebten Menschen verlieren. Ohne die haupt- und ehrenamtlich Engagierten ist gute Hospizarbeit nicht denkbar."

Für die Auftaktveranstaltung kooperierte die Landesarbeitsarbeitsgemeinschaft mit der Koordinierungs- und Vernetzungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung, die seit 2016 mit über 400.000 Euro vom Bundesfamilienministerium gefördert wurde. Eine wesentliche Aufgabe der Koordinierungsstelle ist es, Umsetzungsprozesse wie in Brandenburg anzustoßen und zu unterstützen.

In Brandenburg gibt es elf stationäre Hospize und zwölf Palliative-Care-Teams, die Leistungen in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung anbieten sowie 24 ambulante Hospizdienste. Ihre Arbeit - die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen - fußt vor allem auf dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Hospizbegleiterinnen und -begleiter. Rund 1500 Ehrenamtliche sind allein unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft engagiert.

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch.

Der erste der fünf Leitsätze fordert, die Hospizarbeit und Palliativversorgung bekannter zu machen. Das Bundesfamilienministerium hat dafür in diesem Jahr weitere Maßnahmen ergriffen: