Startschuss für das Programm "Alter neu denken - Altersbilder"

Das Bundesfamilienministerium hat am 11. Januar das Programm "Alter neu denken - Altersbilder" gestartet. "Mit dem Programm wollen wir die Verbreitung eines neuen, differenzierten und realistischen Leitbildes des Alters unterstützen", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Den Auftakt bildet der Foto- und Videowettbewerb "Mein Bild vom Alter - Was heißt schon alt?"

"Noch immer wird das Alter überwiegend mit Krankheit und Tod assoziiert. Dabei erleben heute viele Menschen den Lebensabschnitt zwischen 65 und 85 Jahren aktiv und gesund. Ich möchte verhindern, dass ältere Menschen ihre Fähigkeiten und Chancen nicht ergreifen, weil ihnen keine entsprechenden Möglichkeiten geboten werden", betonte Kristina Schröder. "Wir müssen das Potenzial älterer Menschen erkennen - etwa als engagierte Ehrenamtliche. Wir brauchen ein neues Bild vom Alter, das die Stärken älterer Menschen betont und dazu beiträgt, dass sie ihren Beitrag in Wirtschaft und Gesellschaft auch leisten können", sagte die Familienministerin.

Alt sein heißt heute nicht mehr in erster Linie hilfe- und pflegebedürftig sein. Die heutigen Seniorinnen und Senioren sind im Durchschnitt gesünder, besser ausgebildet und vitaler als frühere Generationen. Viele ältere Menschen sind keineswegs an einem Rückzug aus der Gesellschaft interessiert, sondern zu einer Fortsetzung ihres Engagements in Beruf, Wirtschaft und Gesellschaft bereit.

Der Foto- und Videowettbewerb richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters, die ihre persönlichen Vorstellungen vom Alter im Video darstellen beziehungsweise als Foto digital oder in Papierform einreichen können. Die Beiträge sollen deutlich machen, wie vielfältig und unterschiedlich die Vorstellungen vom Alter(n) sind.

Der Wettbewerb läuft bis zum 30. April. Alle registrierten Besucherinnen und Besucher der Wettbewerbsseite können Fotos und Videos bewerten und über die Vergabe eines Publikumspreises mitentscheiden.

Der Sechste Altenbericht greift ebenfalls das Thema "Altersbilder in der Gesellschaft" auf. Der Bericht soll dazu beitragen, realistische Bilder des Alters herauszuarbeiten. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Wirkung von Altersbildern in vielen Bereichen des täglichen Lebens und den Potenzialen Älterer in der Arbeitswelt.