Ralf Kleindiek startet den Einsatz von Spielmobilen an Flüchtlingsunterkünften

Dr. Ralf Kleindiek besucht mit dem Spielemobil eine Notunterkunft in Berlin-Weißensee
Dr. Ralf Kleindiek besucht mit dem Spielemobil eine Notunterkunft in Berlin-Weißensee© Bildnachweis: BMFSFJ

Im Rahmen des Projekts "Willkommenskultur durch Spiel – Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften" haben am 2. Juni erstmals zwei der bundesweit über 350 rollenden Spielplätze an einer Notunterkunft in Berlin-Weißensee Halt gemacht.  Die Kinder freuten sich über die bunte Ablenkung und hatten sichtlich Spaß am Spielen. 

"Spielen ist für Kinder der Schlüssel zur Welt", sagte Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek, der den Startschuss für die bundesweite Aktion gab. "Spielen bildet und hilft Kindern, sich zu entfalten und Grenzen zu überwinden. Alle Kinder haben das Recht, zu spielen. Sie brauchen geschützte Freiräume, in denen sie dieses Recht wahrnehmen können - auch und ganz besonders die Kinder in Flüchtlingsunterkünften." 

Ziel des Projektes ist es, Flüchtlingskinder an ihrem Wohnort aufzusuchen und sie durch kindgerechte Angebote für eine aktive Teilnahme an den spielerischen Bildungs- und Integrationsmaßnahmen zu gewinnen. Das Projekt soll sie mit den Lebensverhältnissen in Deutschland vertraut machen und sie mit Kindern aus der Nachbarschaft zusammenbringen. Das gemeine Spiel soll zugleich den Spracherwerb fördern.  

"Mein Dank gilt den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Spielmobile", betonte Dr. Kleindiek. "Mit dem Einsatz von Spielmobilen in Flüchtlingsunterkünften leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Willkommenskultur und zur gesellschaftlichen Teilhabe der Flüchtlingskinder, die in Deutschland gut aufwachsen und sich hier wohl fühlen sollen." Der Staatssekretär appellierte an jene Spielmobile-Anbieter, die sich bisher noch nicht an dem Projekt beteiligen, das laufende Interessenbekundungsverfahren für eine Bewerbung zu nutzen.

An dem vom Bundesjugendministerium geförderten Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte (BAG Spielmobile) können sich alle der bundesweit rund 350 Spielmobile beteiligen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2016 – 2018). Insgesamt stehen 3 Millionen Euro zur Verfügung. An der Eröffnungsveranstaltung an der Notunterkunft in Berlin-Weißensee, der Turnhalle der Pablo-Picasso-Grundschule, haben sich die Spielmobile "Spielwagen Berlin 1035 e.V." aus Berlin–Friedrichshain-Kreuzberg und "Der Spielwagen" aus Berlin-Buch beteiligt.