15 Jahre Weltaltenplan

Nationaler Bericht zur Altenpolitik

Eine alte Frau hält Schwarz-Weiß-Fotos in den Händen
Der Zweite Weltaltenplan verfolgt das Ziel, die Lebenssituation Älterer weltweit zu verbessern© Fotolia/Gabriele Rohde

Am 1. April 2017 hat die Bundesregierung den zweiten Nationalen Bericht zu den Schwerpunkten und Maßnahmen deutscher Altenpolitik veröffentlicht. Im Lichte des bereits 2002 durch die United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) verabschiedeten Zweiten Weltaltenplans dokumentiert der Nationale Bericht die Fortschritte der Umsetzung des Aktionsplans im Zeitraum von 2012 bis 2017. Interessierte können den Bericht ab sofort sowohl in deutscher als auch in englischer Fassung bestellen oder direkt herunterladen.

Ausgehend von der Alterssituation in Deutschland standen in den vergangenen fünf Jahren folgende Schwerpunkte im Fokus:

  • Demografiestrategie
  • Aktives Altern
  • Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf
  • Pflegestärkungsgesetze und Menschen mit Demenz
  • Pflegeausbildung
  • Alterssicherung

Die Bundesregierung informiert in dem Bericht über Schlussfolgerungen, die aus den letzten fünf Jahren gezogen wurden und setzt Prioritäten für die Zukunft. Von Seiten der Zivilgesellschaft nimmt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V. Stellung.

Der 2002 in Madrid verabschiedete Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen sowie die Regionale Implementierungsstrategie gelten als Meilensteine der internationalen Altenpolitik. Insgesamt 56 Mitgliedsstaaten der UNECE einigten sich auf zehn Selbstverpflichtungen zur Umsetzung der internationalen Empfehlungen. Seitdem informieren die UNECE-Länder in regelmäßigen Abständen über die nationale Umsetzung der zehn Verpflichtungen.

Bereits 2007 positionierte sich die Bundesregierung mit dem Nationalen Aktionsplan "Herausforderung und Chancen älter werdender Gesellschaften". Dieser bündelt Maßnahmen und Vorhaben in den Bereichen Alter und demografischer Wandel und setzt den Zweiten Weltaltenplan der Vereinten Nationen und die Regionale Implementierungsstrategie der UNECE auf nationaler Ebene um. Das erste Mal informierte die Bundesregierung im Jahr 2012 über den nationalen Stand. Die Bundesregierung beteiligt sich zudem an diversen Gremien der Vereinten Nationen und führt aktuell den Vize-Vorsitz der UNECE-Arbeitsgruppe zum Thema Altern.

Im September 2017 wird sich Deutschland aktiv an der internationalen Ministerkonferenz zum 15-jährigen Bestehen des Zweiten Weltaltenplans der Vereinten Nationen und der Regionalen Implementierungsstrategie in Lissabon beteiligen.