Abschlusstagung "MIGRANTINNEN gründen"

Modellprojekt stärkt Gründerinnen mit Migrationshintergrund

Eine Mentee berichtet auf der Abschlusstagung von ihrer erfolgreichen Gründung
Eine Mentee berichtet auf der Abschlusstagung von ihrer erfolgreichen Gründung© jumpp/Kerstin Jana Kater

Auf seiner Abschlusstagung am 6. Dezember in Berlin präsentierte das vom Bundesfrauenministerium geförderte Mentoring-Modellprojekt "MIGRANTINNEN gründen" erste Ergebnisse: 90 Prozent der Teilnehmerinnen haben gegründet oder sind auf dem Weg dahin. Anlässlich der Abschlusstagung erklärte Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig:

"Mit dem Projekt 'MIGRANTINNEN gründen' fördern wir die Existenzgründungen von Migrantinnen, die mehr wirtschaftliches Wachstum, eine Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sowie mehr Chancengleichheit für Frauen in der Wirtschaft bringen. Bisher gab es keine Projekte, die die Selbstständigkeit von Migrantinnen gezielt in den Blick nehmen. Deshalb haben wir zum Jahresanfang 2015 dieses zweijährige Mentoring-Programm in Zusammenarbeit mit jumpp gestartet."

Bei der Abschlusstagung wurden erste Ergebnisse präsentiert: Das Team hat insgesamt 25 Frauen mit Migrationshintergrund durch Mentoring und ein qualifizierendes Programm praxisnah auf dem Weg zum eigenen Unternehmen begleitet. Elf Mentees haben in der ersten Staffel 2015 und 14 in der zweiten teilgenommen. Nahezu 90 Prozent haben oder werden gründen – drei Mentees sind vorzeitig aus dem Projekt ausgestiegen. 

Die Teilnehmerinnen kommen aus 19 Ländern und vier Kontinenten: Afrika, Asien, Europa und Nordamerika. Aus ihren facettenreichen Biografien sind sehr individuelle Geschäftsideen in 13 Branchen entstanden.

Das zweijährige Mentoring-Modellprojekt "MIGRANTINNEN gründen – Existenzgründung von Migrantinnen" wurde von jumpp – Ihr Sprungbrett in die Selbständigkeit – Frauenbetriebe e.V., Frankfurt am Main, im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt.