Mitglieder der Siebten Altenberichtskommission im Dialog mit Seniorenorganisationen

Dr. Matthias von Schwanenflügel, BMFSFJ; Prof. Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der BAGSO; und Prof. Dr. Andreas Kruse, Vorsitzender der Siebten Altenberichtskommission© Bildnachweis: BAGSO

Unter dem Titel "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune" haben Mitglieder der Siebten Altenberichtskommission am 8. Juli in Berlin mit Vertreterinnen und Vertretern von Seniorenorganisationen diskutiert. Die Kommission kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung um die Frage, welchen Beitrag die Kommunen und örtliche Gemeinschaften zu einem selbstbestimmten Leben und Älterwerden in der gewohnten Umgebung leisten können.

Für den Lebensalltag älter werdender Menschen haben das kommunale und das lokale Umfeld eine besondere Bedeutung: Die Kommune ist hauptverantwortlich für die Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger; gleichzeitig wird die Lebensqualität älterer Menschen maßgeblich durch die lokale Infrastruktur und die sozialen Netzwerke in der örtlichen Gemeinschaft bestimmt.

Dabei stellt der demografische und soziale Wandel die Kommunen vor besondere Herausforderungen: Wie können in sehr unterschiedlichen Sozialräumen Gesundheitssorge, Pflege und Alltagsunterstützung so organisiert werden, dass die Potenziale älterer Menschen entwickelt und erhalten werden? Das ehrenamtliche Engagement von älteren Menschen und für ältere Menschen ist dabei von großer Bedeutung: Welche Bedingungen müssen auf der lokalen Ebene geschaffen werden, damit das vorhandene Potenzial für dieses Engagement genutzt werden kann?

Der Vorsitzende der Siebten Altenberichtskommission, Prof. Dr. Andreas Kruse, und vier weitere Mitglieder der interdisziplinär besetzten Sachverständigenkommission nutzten die Gelegenheit, sich hierzu mit älteren Menschen als Expertinnen und Experten in eigener Sache auszutauschen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und ihrer Mitgliedsverbände formulierten ihre Erwartungen an den Bericht und die Empfehlungen der Kommission.

Die Sachverständigen werden ihren Bericht im Frühjahr 2015 fertigstellen. Die Bundesregierung wird hierzu ihre Stellungnahme erarbeiten und beides dem Deutschen Bundestag zuleiten. Im Herbst 2015 soll der Bericht veröffentlicht werden.