Manuela Schwesig zeichnet Deutschlands familienfreundlichste Arbeitgeber aus

Manuela Schwesig mit Preisträgerinnen und Preisträgern des Unternehmenswettbewerbs
Manuela Schwesig mit Preisträgerinnen und Preisträgern des Wettbewerbs© Bildnachweis: Hans-Christian Plambeck

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 28. Juni auf dem ersten "Wirtschaftstag Familie" die familienfreundlichsten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet, die sich am Unternehmenswettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2016" des Bundesfamilienministeriums beteiligt hatten. 

Manuela Schwesig machte deutlich, dass Führungskräfte eine Schlüsselrolle spielen, wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch gelebter Alltag in den Unternehmen werden soll. Sie betonte: "Für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands brauchen wir eine Arbeitskultur, die Bedürfnisse von Familien mit im Blick hat. Die Wettbewerbsfinalisten zeigen auf beeindruckende Weise, wie sie ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Betriebsalltag unterstützen. Diesen Weg sollten Wirtschaft und Politik zusammen weitergehen und Müttern und Vätern zeitgemäße Angebote machen."

Familienfreundliche Arbeitgeber auf "Wirtschaftstag Familie" ausgezeichnet

Die sechs Gewinner des Unternehmenswettbewerbs 2016 konnten mit besonders innovativen Konzepten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf überzeugen:

  • Gesamtsieger in der Kategorie "Große Unternehmen": Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Hamburg
  • Gesamtsieger "Mittlere Unternehmen": U.I. Lapp GmbH, Stuttgart
  • Gesamtsieger in der Kategorie "Kleine Unternehmen": Extox Gasmess Systeme GmbH, Unna
  • Sonderpreis "Väterfreundliche Personalpolitik": FingerHaus GmbH, Frankenberg/Eder
  • Sonderpreis "Kooperation von Unternehmen mit Partnern vor Ort": Netzwerk Coburg - Zwischen Beruf UND Pflege muss kein ODER!, vertreten durch das Landratsamt Coburg
  • Sonderpreis "Innovation: Vereinbarkeit in der digitalen Arbeitswelt": Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall

Ziel des Unternehmenswettbewerbs ist es, gute Praxisbeispiele und innovative Konzepte bekannt zu machen und andere zum Nachmachen zu motivieren. Die drei Gesamtsieger erhalten jeweils 5000 Euro, die Sonderpreise sind mit jeweils 2000 Euro dotiert. Beworben hatten sich mehr als 400 Unternehmen und öffentliche Institutionen.

Partner des Wettbewerbs sind die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft - die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Das Bundesfamilienministerium hatte im September 2015 gemeinsam mit den Verbänden das Memorandum "Familie und Arbeitswelt – Die NEUE Vereinbarkeit" vorgelegt und damit einen Konsens für eine lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung erreicht.

DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer betonte: "Der "Wirtschaftstag Familie" zeigt eindrucksvoll, dass ein vielfältiges Engagement für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein Markenzeichen der deutschen Wirtschaft ist. Das gemeinsam von DIHK und BMFSFJ vor fast 10 Jahren gegründete Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" leistet dazu einen ganz wichtigen Beitrag. Mit über 6000 Mitgliedern ist es Deutschlands größtes Netzwerk zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf."

Am Nachmittag des "Wirtschaftstages Familie" findet die jährliche zentrale Veranstaltung des Unternehmensnetzwerks "Erfolgsfaktor Familie" statt. Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, wird die zentralen Ergebnisse des neuen "Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016" vorstellen.

Das Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" ist das bundesweit größte Netzwerk für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die sich für eine familienbewusste Personalpolitik engagieren oder interessieren. Das Netzwerk bietet Unternehmen kostenlos Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, Beratung und eine umfangreiche Wissensdatenbank. Es wurde gemeinsam vom Bundesfamilienministerium und dem DIHK ins Leben gerufen.