"Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist"

Manuela Schwesig eröffnet Starterkonferenz für neue "Sprach-Kitas"

Gruppenbild: Manuela Schwesig eröffnet die Starterkonferenz für neue "Sprach-Kitas"
Manuela Schwesig eröffnet die Starterkonferenz für neue "Sprach-Kitas" in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein© Andreas Schöttke

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 11. Mai in Rostock die Starterkonferenz zur zweiten Welle des Bundesprogramms "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein eröffnet. In der jetzt angelaufenen zweiten Förderphase werden die Mittel für die "Sprach-Kitas" bundesweit auf jährlich insgesamt 200 Millionen Euro verdoppelt. In den kommenden Wochen wird die zweite Förderphase mit weiteren Starterkonferenzen auch in den übrigen Bundesländern eingeleitet.

In ihrer Eröffnungsrede betonte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig:

"Bildung ist der Schlüssel für gerechte Bildungschancen und gesellschaftliche Integration. Wenn Kinder diesen Schlüssel nicht bekommen, dann bleiben sie vor einer verschlossenen Tür stehen - ihr Leben lang. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder, die in benachteiligen Lebenslagen aufwachsen, nicht weniger Kompetenzen und Begabungen haben. Wenn wir sie entsprechend fördern, können wir die Potenziale dieser Kinder wecken und ihnen die Tür zur Welt öffnen."

Der Bund stellt für das Programm "Sprach-Kitas" im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu 800 Millionen Euro zur Verfügung. Die Sprach-Kitas werden zum einen durch zusätzliche Fachkräfte für sprachliche Bildung unterstützt, die direkt in der Kita tätig sind. Zum anderen werden sie kontinuierlich durch eine Fachberatung begleitet. Insgesamt können mit den Mitteln aus dem Bundesprogramm bis zu 7000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung finanziert werden.

In Schleswig-Holstein gab es in der ersten Förderwelle 113 Sprach-Kitas mit 116 zusätzlichen Fachkräften sowie 9 zusätzliche Fachberatungen. Mit der zweiten Förderwelle kommen noch einmal mindestens 55 Sprach-Kitas und 4 zusätzliche Fachberatungen hinzu. In Mecklenburg-Vorpommern konnten mit der ersten Förderwelle 63 Sprach-Kitas mit 78 zusätzlichen Fachkräften sowie 6 zusätzliche Fachberatungen geschaffen werden. In der zweiten Welle kommen noch einmal mindestens 63 Sprach-Kitas, 66 zusätzliche Fachkräfte sowie 5 zusätzliche Fachberatungen hinzu.

Stefanie Drese, Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, betonte, dass insbesondere Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien sowie aus Familien, deren Familiensprache nicht Deutsch ist, von Anfang an von guten Bildungsangeboten profitieren könnten. Der Erwerb früher sprachlicher Kompetenzen habe einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben.

Frühe Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit für alle Kinder und hat eine immer größere gesamtgesellschaftliche Relevanz. So wird der Bund allein in diesem Jahr die Rekordsumme von fast 2,5 Milliarden Euro in Kindertagesbetreuung - für die Betriebskosten, für Investitionen und für Qualität - investieren.