Kita-Ausbau

Manuela Schwesig eröffnet erste KitaPlus-Trägerkonferenz

Manuela Schwesig während ihrer Eröffnungsrede der Trägerkonferenz
Manuela Schwesig während ihrer Eröffnungsrede zur Trägerkonferenz© Bildnachweis: Andreas Schoettke

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Eltern noch immer ein Balanceakt. Familien benötigen eine gute und auf ihre Arbeitszeiten abgestimmte Kinderbetreuung. Deshalb fördert das Bundesfamilienministerium das Bundesprogramm "KitaPlus". Hier richten Kinderbetreuungseinrichtungen und Kindertagespflegestellen ihre Betreuungsangebote am Bedarf und an den Lebensrealitäten von Familien aus. Dabei kommt es auf gute Qualität auch früh morgens, spät abends, nachts oder am Wochenende an. Vor allem Alleinerziehende und Eltern in Schichtarbeit sowie Berufsgruppen, deren Arbeitszeiten außerhalb der üblichen Betreuungszeiten liegen, nutzen diese Angebote.

Bereits 150 Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen erproben und entwickeln bundesweit innovative Modelle zur Erweiterung ihrer Öffnungszeiten. Insgesamt möchte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend rund 300 Vorhaben fördern, die sich mit ihrem Angebot passgenau am Bedarf der Familien und am Kindeswohl orientieren.

"Die Nachfrage zum 'KitaPlus'-Programm ist enorm. Sie zeigt den hohen Bedarf von Eltern, die im Schichtdienst oder zu Randzeiten erwerbstätig sind und ihre Kinder gut versorgt wissen wollen. Mit 'KitaPlus' können wir Müttern und Vätern eine flexible und gute Betreuung für ihre Kinder anbieten, die den Familien und ihren Lebenslagen gerecht wird. Die 300 Vorhaben und Standorte, die wir mit 'KitaPlus' insgesamt fördern wollen, werden vielfältige Lösungen und Konzepte für unterschiedlichste Anforderungen bieten. Am Ende eint sie alle ein Ziel: eine optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten, die das Wohl der Kinder fest im Blick hat", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf der ersten Trägerkonferenz vor rund 300 Teilnehmenden in Berlin.

Anschließend übergab sie fünf weitere Zuwendungsbescheide an Kinderbetreuungseinrichtungen und an eine Kindertagespflegestelle, die ihre Öffnungszeiten im Rahmen des Bundesprogramms "KitaPlus" bedarfsorientiert erweitern.

Manuela Schwesig übergibt fünf weitere Zuwendungsbescheide
Manuela Schwesig übergibt fünf weitere Zuwendungsbescheide© Bildnachweis: Andreas Schoettke

Auf der Konferenz konnten die Träger die sich bereits am Bundesprogramm beteiligen, aber auch Vertreterinnen und Vertreter der Kooperationspartner des Programms, von Länderministerien, von den örtlichen Jugendämtern, die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt aus den Arbeitsverwaltungen und weitere aktiv Beteiligte konnten sich austauschen.

In Workshops diskutierten die Teilnehmenden unter anderem über Fragen der Auswirkung von flexiblen Betreuungsangeboten auf die Kinder, die Bedeutung guter Elternarbeit, Möglichkeiten der Kindertagespflege und der nachhaltigen Umsetzung des Bundesprogramms "KitaPlus".

Zur Förderung des Bundesprogramms "KitaPlus" stehen von Januar 2016 bis einschließlich Dezember 2018 insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Eine zweite Trägerkonferenz im Rahmen des Bundesprogramms "KitaPlus" ist 2018 geplant.