Manuela Schwesig begrüßt Debatte um bessere Kindertagesbetreuung

Eine Erzieherin sitzt mit einigen Kita-Kindern am Tisch und bastelt
Fachkräfte in den Kitas© Bildnachweis: Meike Gronau

Der jüngst veröffentlichte Ländermonitor der Bertelsmann-Stiftung hat die Diskussion um die Qualität in der Kindertagesbetreuung neu entfacht. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig begrüßt die Debatte: "Wir brauchen nicht nur mehr Plätze, sondern auch gute Plätze. Wir sehen die erheblichen Potenziale des Elementarbereiches, aber auch seine Baustellen. Es ist wichtig, dass wir jetzt gemeinsam Wege vereinbaren, wie wir Erzieherinnen und Erzieher besser unterstützen können."

Gemeinsam mit der Vorsitzenden der Jugend- und Familienministerkonferenz, der Rheinland Pfälzische Ministerin Irene Alt, lädt die Bundesfamilienministerin im Herbst zu einer ersten Bund-Länder-Konferenz zur Kindertagesbetreuung ein. Bei der Auftaktkonferenz 2014 wird das Thema Qualität im Fokus stehen: "Gute Qualität in Kitas geht nur gemeinsam mit allen Beteiligten. Das heißt, auch Länder, Kommunen und Träger müssen in die Entwicklung von Standards mit eingebunden werden. Das gehen wir jetzt an."

Die Fachkraft-Kind-Relation wird in den Landesgesetzen geregelt. Gleiches gilt für die Definition, wer als Fachkraft gezählt wird. Die Länder setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Entscheidend ist, wieviel pädagogisch tätiges Personal tatsächlich für die Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder zur Verfügung steht. Die Fachkraft-Kind-Relation hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Alter der Kinder, besonderen Förderbedarfen oder auch dem Anteil von Kindern mit nicht deutscher Herkunftssprache oder in sozial benachteiligten Lebenslagen.

Außerdem muss auch die Zeit berücksichtigt werden, in der Erzieherinnen und Erzieher durch Vor- und Nachbereitung oder durch Ausfall- und Urlaubstage nicht unmittelbar dem Kind zur Verfügung stehen. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erkannte auch die Leistungen der Fachkräfte an: "Diese leisten schon jetzt Erhebliches und das mit großer Zuwendung und Kompetenz."

Neben der Milliarde Euro, die der Bund in dieser Legislaturperiode in den weiteren Kita-Ausbau investiert, werden Länder und Kommunen ab 2017 zusätzlich mit 100 Millionen Euro jährlich bei den Betriebskosten unterstützt. Dieses Geld kann auch für Personalkosten verwendet werden. Darüber hinaus stellt der Bund für das Bundesprogramm "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration", das Erzieherinnen und Erzieher in rund 4.000 Schwerpunkt-Kitas unterstützt, bis Ende 2015 weitere 100 Millionen Euro bereit.