Fachtag in Saarbrücken

Lokales Umfeld entscheidend für gutes Leben im Alter

Eine junge und eine ältere Dame stehen lächelnd zusammen und halten mit den Händen ein Quadrat in die Fotokamera
Gesellschaftliche Teilhabe im Alter ermöglichen© Fotolia/Ocskay Bence

Welche Voraussetzungen müssen vor Ort gegeben sein, um ein gutes Leben im Alter zu ermöglichen? Diese und weitere Fragen standen auf dem Fachtag am 9. Oktober in Saarbrücken im Mittelpunkt der Diskussion, an der sich Akteure aus Politik, Fachverbänden und Zivilgesellschaft beteiligten.

Die Parlamentarische Staatsekretärin bei der Bundesseniorenministerin, Elke Ferner, verdeutlichte in ihrem Grußwort:

"Gute Lebensbedingungen im Alter sind gute Lebensbedingungen in den Kommunen, die eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Der Bund und die Länder müssen die Kommunen dabei unterstützen, altersgerechte Wohnangebote, Orte der Begegnungen wie Mehrgenerationenhäuser, bedarfsgerechte soziale Infrastruktur sowie den Zugang zur medizinischen Versorgung sicherzustellen."

Diskussionsgrundlage war auch der Siebte Altenbericht der Bundesregierung. Sowohl Prof. Dr. Andreas Kruse, Vorsitzender der Siebten Altenberichtskommission, als auch Guido Freidinger vom Amt für soziale Angelegenheiten, gingen der Frage nach, welche Bedeutung die darin enthaltenen Befunde für die Situation in Saarbrücken haben.

Im Siebten Altenbericht wird aufgezeigt, wie es auf der lokalen Ebene durch den Aufbau von Strukturen, die Steuerung von Prozessen, die Vernetzung und verantwortungsbereite Akteure gelingen kann, ein gutes Älterwerden zu ermöglichen. Dabei geht es vor allem um Weichenstellungen in den drei Handlungsfeldern gesundheitliche Versorgung, pflegerische Versorgung sowie Wohnen und Wohnumfeld.

Veranstaltet wurde der Fachtag zu neuen Strukturen der Mitverantwortung und Sorge in der Kommune vom Regionalverband Saarbrücken, dem Seniorenbeirat und dem Amt für soziale Angelegenheiten der Landeshauptstadt Saarbrücken.