Kurzbericht des 3. Freiwilligensurvey im "Monitor Engagement" veröffentlicht

Der Kurzbericht des 3. Freiwilligensurveys des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigt, dass die Zahl der engagierten Menschen in Deutschland seit zehn Jahren auf einem konstant hohen Niveau ist. Dieses Ergebnis und weitere Resultate des Freiwilligensurveys wurden in der 2. Ausgabe des "Monitor Engagement" veröffentlicht.

Im "Monitor Engagement" wird das Engagement von Jugendlichen, älteren Menschen, Familien sowie Männern und Frauen ausführlicher ausgewertet und analysiert. Er enthält auch erste Handlungsempfehlungen für eine zukünftige Engagementförderung.

Der eindrucksvollste Trend seit 1999 ist die positive Entwicklung bei der Bereitschaft, sich zu engagieren: Lag das Engagementpotenzial 1999 noch bei 26 Prozent, so kann sich im Jahr 2009 37 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren vorstellen, sich zu engagieren. Die Zahl der Engagierten insgesamt ist stabil geblieben. Bei den älteren Menschen ist sogar ein erfreulicher Trend erkennbar: Die Zahl der engagierten Seniorinnen und Senioren ist am stärksten gewachsen. Ihr Engagement kommt dabei in besonderem Maße ihrer eigenen Altersgruppe zu Gute.

Das Engagement junger Menschen hingegen ist in der letzten Dekade um 2 Prozentpunkte auf 35 Prozent gesunken. Die immer größer werdende zeitliche Verdichtung von Schule, Ausbildung und Berufseinstieg lassen Freiräume für das Engagement schrumpfen. Dennoch haben junge Menschen mit 49 Prozent das größte Engagementpotenzial in der Bevölkerung.

Der Freiwilligensurvey wird seit 1999 alle fünf Jahre vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben. Er ist die größte Untersuchung in Deutschland zur Zivilgesellschaft sowie zum freiwilligen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement.

Die Veröffentlichung des Gesamtberichts mit detaillierten Ergebnissen des 3. Freiwilligensurveys ist für Juni geplant.