Kristina Schröder zeichnet erfolgreiche deutsch-tunesische Mentoringprojekte aus

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder bei einem Vortrag. Bildquelle: BMFSFJ
Kristina Schröder

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat am 24. Oktober auf der Zweiten Konferenz des Deutsch-Arabischen Frauennetzwerkforums im Auswärtigen Amt in Berlin erfolgreiche deutsch-tunesische Mentoringprojekte prämiert. Die Konferenz unter dem Motto "Frauen in Führung für nachhaltiges Wachstum" fand im Rahmen der deutsch-tunesischen Transformationspartnerschaft statt. Im Mittelpunkt standen Themen der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Gleichstellung.

Frauen in der arabischen Welt leisten wie auch in anderen Weltregionen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Mit der Konferenz soll eine Brücke zwischen den Erfahrungen der deutschen und der arabischen Teilnehmerinnen geschlagen werden.

"Die arabischen Frauen haben die Revolution mitgetragen und erheben jetzt zu Recht einen Anspruch darauf, mitzubestimmen, was nach der Revolution kommt. Sie wollen gleichberechtigt an den Diskussionen und Entscheidungen um die Zukunft ihrer Länder teilhaben und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ohne Einschränkung in der Verfassung verankern", betonte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in ihrer Keynote.

"Der 'Arabische Frühling' hat in Tunesien begonnen - und damit in einem Land, in dem Frauen schon lange mehr Rechte hatten als in den meisten anderen arabischen Ländern. Wenn jetzt gerade dort die Angst aufkommt, für Frauen würde dieser Umbruch zu weniger Freiheit führen, zu weniger Rechten und zu mehr Repressionen, dann hat das Signalwirkung für die ganze arabische Welt", so die Bundesfamilienministerin. Neben Kristina Schröder nahmen auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle und die tunesische Frauenministerin Sihem Badi an der Konferenz teil.

Im Rahmen der deutsch-tunesischen Transformationspartnerschaft hat das Bundesfamilienministerium zwei gleichstellungspolitische Projekte gestartet, mit denen die Bundesregierung Tunesien beim demokratischen Neuanfang unterstützt. In den beiden Projekten geht es um die Beratung von politisch aktiven Frauen und um die Unterstützung von Unternehmerinnen vor Ort. Gemeinsam mit der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e. V. (EAF Berlin) wurde das Projekt "Demokratie braucht Frauen" ins Leben gerufen. Das Projekt zielt darauf ab, politisch aktive Frauen in Tunesien zu unterstützen, ihnen den Austausch mit deutschen Politikerinnen zu ermöglichen und ihre lokale Vernetzung mit anderen aktiven Frauen vor Ort zu fördern.

Zum anderen hat das Bundesfamilienministerium zusammen mit der Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development (EMA) ein deutsch-arabisches Mentoring-Projekt für Tunesien initiiert. 30 Projektteilnehmerinnen aus Deutschland und Tunesien setzen in Tandems, bestehend aus Mentorin und Mentee, jeweils eine nachhaltige Geschäftsidee gemeinsam um.

Die beiden Projekte starteten im Herbst 2012 und laufen noch bis Ende 2013. Eine Verlängerung im Rahmen der Transformationspartnerschaft wird derzeit geprüft.