Zukunftskongress "Mit Recht und Courage"

Kampf für gleiche Rechte von Frauen geht weiter

Das Bild zeigt Dr. Franziska Giffey dabei, wie sie eine Rede auf einer Bühne hält
Dr. Franziska Giffey mit Teilnehmerinnen des Zukunftskongresses "Mit Recht und Courage"© Verena Brüning

Mit einem Zukunftskongress unter dem Motto "Mit Recht und Courage" hat am 20. Mai die Kampagne "100 Jahre Frauenwahlrecht" ihren Abschluss gefunden. Der Kongress nimmt künftige Herausforderungen und Aufgaben für Gleichberechtigung und Gleichstellungspolitik in den Fokus. Einer der Schwerpunkte liegt auf Strategien für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in den Parlamenten.

Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey:

"Nicht einmal ein Drittel der Abgeordneten im Bundestag sind derzeit Frauen. Deshalb finde ich es richtig, dass sich Frauen aus den Bundestagsfraktionen von SPD, CDU/CSU, Grünen, FDP und Linken zusammengeschlossen haben, um das zu ändern. 50 Prozent der Macht für 50 Prozent der Bevölkerung - ich unterstütze alle, die dafür kämpfen. Denn gleiche Teilhabe von Frauen und Männern ist noch immer keine Selbstverständlichkeit, sondern muss immer wieder neu erkämpft werden."

Das Bundesfrauenministerium leistet mit dem Helene-Weber-Kolleg und dem Helene-Weber-Preis, der das nächste Mal im September 2020 verliehen wird, einen Beitrag dazu, dass Frauen sich engagieren -vor allem in der Kommunalpolitik. Das Helene-Weber-Kolleg unterstützt ehrenamtliche und hauptamtliche Kommunalpolitikerinnen bei ihrem politischen Einstieg und Aufstieg. Denn gerade in der Kommunalpolitik sind Frauen unterrepräsentiert: In den Gemeindeparlamenten sitzen nur 25 Prozent Frauen und nur zehn Prozent aller Rathäuser stehen Bürgermeisterinnen vor.

Ein weiteres wichtiges Thema des Zukunftskongresses ist das 70. Jubiläum des Gleichheitsgrundsatzes im Grundgesetz und die Ergänzung von Artikel 3, Absatz, 2 vor 25 Jahren. Neben dem Frauenwahlrecht war dies ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Demokratie und der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Deutschland. Mit Blick auf die Europawahl geht es außerdem auch darum, wie Frauen auf allen Ebenen der europäischen Politik gleichberechtigt vertreten sein können.

Der vom Bundefrauenministerium mit rund 50.000 Euro geförderte Zukunftskongress wird in Kooperation von der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. (EAF Berlin) und dem Deutschen Juristinnenbund (djb) veranstaltet.