43. Bundeskongress des Deutschen Juristinnenbundes

Gleichstellung in der digitalen Welt fördern

Vier Frauen vor einem Aufsteller mit der Aufschrift Deutscher Juristinnenbund
Von links: Professorin Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann (Sachverständigenkommission Dritter Gleichstellungsbericht), Staatssekretärin Juliane Seifert, Professorin Dr. Maria Wersig (Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes) und Professorin Dr. Katja Nebe (Sachverständigenkommission Dritter Gleichstellungsbericht) beim 43. Bundeskongress des Deutschen Juristinnenbundes in Halle an der Saale© BMFSFJ

In Halle an der Saale findet vom 12. bis zum 15. September der 43. Bundeskongress des Deutschen Juristinnenbundes statt. Er steht im Zeichen von Digitalisierung und Gleichstellung: Was haben Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Datenethik mit Frauenrechten zu tun? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Arbeitswelt aus? Welche arbeits- und sozialrechtlichen Herausforderungen bringt die Digitalisierung mit sich? Wie schütze ich mich vor digitaler Gewalt? Ziel des Kongresses ist es, einen Beitrag zu Geschlechtergerechtigkeit in einer digitalisierten Gesellschaft zu leisten. Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesfrauenministerium, hat ihn am 13. September besucht.

Der 43. Bundeskongress des Deutschen Juristinnenbundes befasst sich unter anderem mit gleichstellungs- beziehungsweise diskriminierungsrechtlichen Fragen. Er greift auch das Thema Digitale Gewalt gegen Frauen und Hatespeech auf. Denn immer mehr Frauen sind anonymen Angriffen im öffentlichen digitalen Raum ausgesetzt. Sie werden zum Beispiel beleidigt, beschimpft, bedroht oder erfahren digitale Gewalt in ihrem persönlichen Umfeld.

Gleiche Voraussetzungen für Männer und Frauen in der digitalen Wirtschaft: Derzeit arbeitet eine von Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey eingesetzte Sachverständigenkommission an einem Gutachten für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Das Gutachten rückt in den Fokus, mit welchen Maßnahmen Frauen und Männer in der digitalen Wirtschaft gleiche Verwirklichungschancen haben können.

Die Sachverständigen befassen sich unter anderem mit Themen wie Erwerbsarbeit von Frauen und Männern in der digitalen Wirtschaft, Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Unternehmenskultur und Karrierechancen von Frauen in digitalen Unternehmen.