Preisverleihung

Girls'Day für den "Ada Award" nominiert

Zwei Mädchen arbeiten an einem Chip
Am Girls'Day können Mädchen einen Blick in die Welt der Technik, Naturwissenschaften und IT werfen© girls-day.de

Neben dem Girls'Day waren ein französisches und ein irisches Projekt zur Förderung von Mädchen in Technikberufen für das Finale am 30. November nominiert. Das irische Projekt "Teen-Turn" hat den diesjährigen Ada Award mit dem Titel "European Digital Impact Organisation of the Year" gewonnen.

Namensgeberin des Awards ist die Informatikpionierin Ada Lovelace, die im 19. Jahrhundert die erste Programmiersprache für einen mechanischen Computer entwickelte. Mit dem jährlich verliehenen Preis würdigt die in Brüssel ansässige Nichregierungsorganisation Digital Leadership Institute Organisationen, die sich für die Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen im digitalen Sektor engagieren.

Seit Beginn der Initiative gibt der Girls'Day Mädchen die Möglichkeit, technische Berufe kennenzulernen und sich einen Tag lang darin zu erproben. Gerade im Hinblick auf die Digitalisierung ist es wichtig, Mädchen für die digitale Branche zu begeistern. Besonders würdigte die Jury die flächendeckende Angebotsstruktur der teilnehmenden Schulen, Unternehmen und Organisationen sowie die nachhaltige Wirkung des Girls'Day.

Der Girls'Day - Eine Erfolgsgeschichte

Der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag ist das weltweit größte Berufsorientierungsprojekt, das sich gezielt an Mädchen richtet. Seit dem Projektstart im Jahr 2001 haben mehr als 1,8 Millionen Schülerinnen teilgenommen und so persönliche Einblicke in Ausbildungsberufe und Studiengänge aus den Bereichen Informatik, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik bekommen.

Jährlich beteiligen sich Unternehmen, Betriebe und Hochschulen mit rund 10.000 Veranstaltungen für Mädchen. Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 nutzen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auszuprobieren und bewerten den Aktionstag zu über 97 Prozent mit sehr gut. Auch die Unternehmen profitieren vom Girls'Day: 33 Prozent der Betriebe, die wiederholt am Girls'Day mitgewirkt haben, erhalten Bewerbungen von ehemaligen Teilnehmerinnen, wovon zwei Drittel tatsächlich eingestellt werden.

Ein internationales Konzept

Der Girls'Day und ähnliche Aktionen finden mittlerweile in 16 europäischen Ländern statt: Belgien, Estland, Frankreich, Italien, Kosovo, Luxemburg, Liechtenstein, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn. In Asien gibt es den Girls’Day in Kirgistan, Japan und Südkorea und seit 2014 auch im afrikanischen Äthiopien.

Der Girls'Day ist ein Projekt des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesfrauenministeriums, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sowie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.