Altersgerechter Umbau Gemeinschaftsräume werden besonders gefördert

Jung und alt tanzen zusammen
Gemeinschaftsräume bieten zahlreiche Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten und Begegnungen © BMFSFJ

Die meisten älteren Menschen möchten so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben, selbst wenn sie auf Pflege angewiesen sind. Wichtig ist dabei auch die Begegnung mit anderen Menschen - sei es mit Verwandten, Freunden oder Nachbarn. Eine Möglichkeit zum geselligen Miteinander bieten Gemeinschaftsräume. Sie stärken den sozialen Zusammenhalt - sowohl in den Städten als auch auf dem Land.

Den Anbau von und die Umgestaltung bestehender Wohnflächen zu Gemeinschaftsräumen unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem beim Bundesinnenministerium angesiedelten Programm "Altersgerecht Umbauen". Neben Gemeinschaftsräumen werden auch Modernisierungsmaßnahmen für mehr Wohnkomfort, zum Abbau von Barrieren oder zum Einbruchsschutz mit günstigen Krediten gefördert. Pro Wohneinheit kann ein Kredit von maximal 50.000 Euro beantragt werden. Insgesamt stehen 100 Millionen Euro bereit.

Neu ist, dass geförderte Gemeinschaftsräume jetzt auch von ambulanten Pflegediensten genutzt werden können, die dann unmittelbar vor Ort arbeiten. 

Bis zu 5000 Euro Zuschuss erhalten

Antragsberechtigt sind Privatpersonen und Investorengruppen, wie etwa Eigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts. Alternativ dazu können private Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen, Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Mieterinnen und Mieter einen nicht rückzahlbaren Zuschuss bis maximal 5000 Euro erhalten, wenn sie Gemeinschaftsräume einrichten. Die Förderung bezieht sich grundsätzlich auf bestehende Wohngebäude ab drei Wohneinheiten.

"Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben"

Im Modellprogramm "Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben" hat das Bundesseniorenministerium bundesweit 29 Projekte gefördert. Dabei wurde deutlich, dass gemeinschaftliche Wohnformen ein selbstbestimmter und selbstständiges Leben im Alter unterstützen. Damit ältere Menschen auch bei Pflegebedarf im Wohnumfeld bleiben können, ist die Ergänzung durch Pflegeangebote sinnvoll.

Serviceportal "Zuhause im Alter"

Auf dem Serviceportal "Zuhause im Alter" informiert das Bundesseniorenministerium über den altersgerechten Umbau von Wohnungen und Wohnhäusern. Der Wegweiser zeigt Möglichkeiten auf und bietet praktische Tipps von der Planung bis zur Umsetzung. Außerdem unterstützt er dabei, den passenden Pflegedienst zu finden.