Bundesprogramm "Fachkräfteoffensive"

Erzieherinnen und Erzieher starten ihre Ausbildung

Dr. Franziska steht zwischen den Auszubildenden zur Erzieherin/zum Erzieher
Dr. Franziska Giffey begrüßt sieben der neuen Auszubildenden der "Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher" im Bundesfamilienministerium © Caroline Wimmer

Es geht los: 2500 angehende Erzieherinnen und Erzieher haben über das Bundesprogramm "Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden" ihre Ausbildung begonnen - mit Praxisanteil und Vergütung. Damit leistet der Bund einen Beitrag für eine verlässliche frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung in hoher Qualität. Dr. Franziska Giffey begrüßte am 9. September sieben der neuen Auszubildenden im Bundesfamilienministerium in Berlin.

Dr. Franziska Giffey begrüßte am 9. September sieben der neuen Auszubildenden im Bundesfamilienministerium in Berlin:

"Frühe Bildung und Förderung ist eine zentrale Aufgabe, damit es jeden Kind packt. Gut ausgebildete Fachkräfte sind dafür unerlässlich. Sie sind die ersten, die mit der nun gestarteten ‚Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher‘ ihre Ausbildung mit Bundesmitteln unterstützt starten. Sie sind damit das Modell für Deutschland. Denn wir hoffen, dass dieses Modell einen Anschub leistet und langfristig in ganz Deutschland neue Standards setzt – für eine qualitativ hochwertige Ausbildung mit Praxisanteil und Vergütung. Nur so können wir dem Fachkräftemangel begegnen und flächendeckend den Erzieherberuf stärken."

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder steigt seit Jahren und damit auch der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2025 rund 191.000 Fachkräfte fehlen könnten.

Die Fachkräfteoffensive umfasst drei "P's", mit denen der Erzieherberuf gestärkt werden soll:

Der Bund gewährt modellhaft Trägern einen monatlichen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung von 100 Prozent im ersten Ausbildungsjahr, 70 Prozent im zweiten und 30 Prozent im dritten (inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung). Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Jahr 1140 Euro, im zweiten Jahr 1202 Euro und im dritten Jahr 1303 Euro im Monat.

Das Bundesprogramm stellt bis zu 1000 Euro pro Person zur Verfügung für die Weiterqualifizierung zu professionellen Anleitungskräften und finanziert zusätzliche Zeit für die Ausbildung des Nachwuchses in der Praxis.

Der Bund gibt bis zu 300 Euro pro Monat und Person, um Erzieherinnen und Erzieher besser zu vergüten, die eine Zusatzqualifikation erworben haben und besondere Aufgaben übernehmen.

Parallel dazu schreitet der Ausbau der Kindestagesbetreuung in Deutschland voran. Der Bund stellt für die Länder und Kommunen von 2017 bis 2020 insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro bereit, wodurch sie bis zu 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder schaffen können. Erste Zahlen zeigen positive Effekte.

Die Kindertagesbetreuung profitiert außerdem vom bereits in Kraft getretenen Gute-KiTa-Gesetz. Dabei unterstützt der Bund die Länder bis 2022 mit insgesamt 5,5 Milliarden Euro bei Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung und zur Entlastung der Eltern bei den Gebühren.