Erster deutscher Equal Pay Day am 15. April 2008

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Am 15. April findet in Deutschland erstmals der Equal Pay Day statt. Im Mittelpunkt des internationalen Aktionstages, den es unter anderem bereits in den USA und in Belgien gibt, steht das Thema Entgeltgleichheit von Männern und Frauen.

Seine Einführung geht auf die Initiative des Frauennetzwerks Business and Professional Women Germany (BPW) zurück und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. In mehr als 25 Städten finden am Equal Pay Day bundesweit Veranstaltungen zum Thema Lohngerechtigkeit für Frauen statt.

Mit Podiumsdiskussionen und Aktionen in Fußgängerzonen - unter anderem in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Erfurt und Stuttgart - soll auf die seit Jahren bestehende Ungleichheit zwischen der Bezahlung von männlichen und weiblichen Arbeitnehmern in Deutschland aufmerksam gemacht werden.

Die Gehaltskluft zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland mit 22 Prozent besonders gravierend; im EU-Durchschnitt verdienen Frauen 15 Prozent weniger. Nur in Zypern (24 Prozent) und Estland (25 Prozent) werden laut Eurostat, dem statistischen Amt der EU, Arbeitnehmerinnen bei der Bezahlung gegenüber ihren männlichen Kollegen noch stärker benachteiligt als in Deutschland.