Elke Ferner eröffnet Fachkonferenz "Die Vielfalt gestalten!"

Elke Ferner hält eine Rede
Mit einem Grußwort eröffnete Elke Ferner die Konferenz© Bildnachweis: Svea Pietschmann

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, hat am 24. November die gemeinsame Fachkonferenz der 7. Altenberichtskommission und der 2. Engagementberichtskommission der Bundesregierung mit einem Grußwort eröffnet. Unter dem Titel "Die Vielfalt gestalten! – Senioren- und engagementpolitische Herausforderungen vor Ort" kamen rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Berlin zusammen, um über die Auswirkungen des demografischen Wandels in den Kommunen und im Quartier zu diskutieren.

Podiumsdiskussion mit Emilia Müller, Elke Ferner und Malu Dreyer
Podiumsdiskussion mit (v.l.n.r.) Emilia Müller, Elke Ferner und Malu Dreyer© Bildnachweis: Svea Pietschmann

In einer Gesprächsrunde mit Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, und Emilia Müller, Bayerische Staatsministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, tauschte sich Elke Ferner über gesellschaftliche Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements aus: "Engagement kann und darf nicht die staatliche Daseinsvorsorge ersetzen. Aber ich wünsche mir einen stärkeren Zusammenhalt, und zwar durch ein stärkeres Zusammenwirken von Daseinsvorsorge durch den Staat und bürgerschaftliches Engagement in vielen Bereichen. Es wäre schön, wenn wir entsprechende Empfehlungen von beiden Sachverständigenkommissionen für alle staatlichen Akteure, aber auch für die Zivilgesellschaft bekämen", sagte Elke Ferner.

Seit einiger Zeit nimmt sowohl die Senioren- als auch die Engagementpolitik die Verhältnisse "vor Ort" stärker in den Blick. Das Bewusstsein dafür, dass die lokale Infrastruktur und soziale Netzwerke in der örtlichen Gemeinschaft die Qualität des Lebens in jedem Alter maßgeblich mitbestimmen, hat zugenommen. Bürgerschaftliches Engagement sowie entsprechende Rahmenbedingungen und Strategien auf der lokalen Ebene sind zentrale Bausteine für ein gelingendes Miteinander der Generationen.

Die Betrachtung der lokalen Ebene spiegelt sich auch in den Schwerpunkten des 7. Altenberichts und des 2. Engagementberichts der Bundesregierung. Die 7. Altenberichtskommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Andreas Kruse hat den Auftrag, einen Bericht zum Thema "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften" zu erstellen. Die 2. Engagementberichtskommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Klie erarbeitet ihren Bericht unter dem Titel "Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement: Der Beitrag des Engagements zur lokalen Entwicklung".

Beide Berichte sollen zum Sommer beziehungsweise Herbst 2015 vorgelegt werden und befassen sich mit kommunaler Politik, Fragen der Daseinsvorsorge, lokalen Strukturen und Netzwerken sowie mit der Entwicklung des Gemeinwesens, jeweils vor dem Hintergrund großer Unterschiede zwischen den Kommunen und Regionen. Gemeinsame Fragen sind: Was können die Kommunen dazu beitragen, dass sich Menschen aller Altersstufen im Wohnquartier gegenseitig unterstützen? Wie können Professionelle und bürgerschaftlich Engagierte bei der Unterstützung älterer Menschen erfolgreich zusammenarbeiten? Welche Weichenstellungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sind dafür nötig?

Auf der Konferenz "Die Vielfalt gestalten – Senioren- und engagementpolitische Herausforderungen vor Ort" wurden die gemeinsamen Themen und Fragen des 7. Altenberichts und des 2. Engagementberichts mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse werden in die Arbeit der beiden Sachverständigenkommissionen einfließen.