Ein Zeichen gegen Homophobie und Transphobie

Manuela Schwesig präsentiert das Plakat gegen Homophobie und Transphobie vor dem Berliner Familienministerium
Manuela Schwesig präsentiert das Plakat gegen Homophobie und Transphobie vor dem Berliner Familienministerium© Bildnachweis: BMFSFJ

Mit einer Plakataktion haben das Bundesfamilienministerium und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Auftakt der Berliner Pride Week rund um den Christopher Street Day 2015 am 18. Juni ein Zeichen ihrer Unterstützung für die Gleichstellung von gleichgeschlechtlicher Liebe und der Anerkennung und Akzeptanz der unterschiedlichen geschlechtlichen Identitäten gesetzt.

Im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Verbände und Institutionen aus dem Bereich des lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Lebens in Deutschland wurde am Berliner Dienstsitz des Bundesfamilienministeriums ein Plakat mit dem Slogan "Bei uns ist für Homophobie und Transphobie kein Platz!" präsentiert.

"Ich danke den Teilnehmenden der Christopher Street Days in Deutschland für Ihr Engagement und ihr Eintreten für geschlechtliche Vielfalt und gleiche Rechte. Der Christopher Street Day ist ein Symbol des Protestes gegen Diskriminierung und gegen Gewalt. Mir ist es wichtig, dass wir auch im Bundesfamilienministerium diesen Tag begehen", betonte Manuela Schwesig während der Plakataktion.

In über 60 Städten Deutschlands demonstrieren Menschen während des Christopher Street Days für ihre Rechte und die Rechte ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger, erinnern an die Verfolgung von Minderheiten in der Welt und feiern gleichzeitig die Vielfalt des Lebens. "Familie ist heute bunt und vielfältig. Ein Ort, wo Menschen verschiedener Generationen bereit sind, füreinander einzustehen und dauerhaft Verantwortung zu übernehmen. Familie ist ein Bedürfnis - für alle Menschen, gleich welcher geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung", so die Bundesfamilienministerin weiter.

Neben Manuela Schwesig und den beiden Parlamentarischen Staatssekretärinnen Elke Ferner und Caren Marks kamen auch Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Verbände© Bildnachweis: BMFSFJ

Der Christopher Street Day (CSD) wird seit 1979 in Deutschland begangen – erstmals in Bremen und Berlin. Er erinnert an den Protest von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street. Dort fand am 28. Juni 1969 in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Zu dieser Zeit gab es wiederholt gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen und Veranstaltungsorten mit homosexuellen Gästen. Es kam zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei.

Mittlerweile hat sich der CSD – insbesondere in Großstädten wie Berlin, Köln und Hamburg – zu einem großen Fest der Vielfalt entwickelt. So findet in Berlin die Pride Week statt, zu deren Höhepunkten das lesbisch-schwule Stadtfest in Schöneberg am 20. und 21. Juni mit 350.000 Gästen sowie die Demonstration und Parade am 27. Juni mit über 500.000 Teilnehmenden und Zuschauerinnen und Zuschauern gehören.

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