Deutsch-Israelisches Jugendwerk

Dr. Franziska Giffey eröffnet Deutsch-Israelische Jugendkonferenz

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff mit den Jugendlichen
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff mit den teilnehmenden Jugendlichen © ConAct/Ruthe Zuntz

Am 11. November haben Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey und der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Jeremy Issacharoff, die Deutsch-Israelische Jugendkonferenz eröffnet. Junge Menschen aus Deutschland und Israel tauschen sich vom 10. bis 13. November in Berlin über ihre Ideen und Vorstellungen zum künftigen Deutsch-Israelischen Jugendwerk aus. Zu der Konferenz eingeladen hat das Bundesjugendministerium. Bei der Eröffnung erinnerte Dr. Franziska Giffey an die besondere Verantwortung Deutschlands und betonte, dass internationaler Jugendaustausch einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten kann.

Dr. Franziska Giffey:

"Wir erleben aktuell, dass der Ton in unserer Gesellschaft, in den Debatten, im Netz rauer wird. Dass Antisemitismus kein Problem der Vergangenheit ist. Darauf müssen wir klare und unmissverständliche Antworten geben. Und dafür braucht es auch Prävention. Zur Prävention gehört, sich kennenzulernen und sich zu begegnen. Ein Deutsch-Israelisches Jugendwerk ist ein wichtiger Schritt, um Begegnungen zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und Konflikten vorzubeugen. Die Jugend kann das Gesicht der Welt verändern. Deshalb fördern wir den internationalen Jugendaustausch."

Die bilaterale Jugendkonferenz bietet rund 180 jungen Menschen aus Israel und Deutschland die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung des zukünftigen Deutsch-Israelischen Jugendwerkes zu beteiligen. Drei Tage lang können sie sich über Themen austauschen, die aus ihrer Sicht beim Deutsch-Israelischen Jugendwerk eine Rolle spielen sollten und die junge Menschen in Deutschland und Israel bewegen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, thematische Projekte und Organisationen kennenzulernen, sich mit Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Austausch, Bildung, Gesellschaft und Politik auszutauschen, um neue Eindrücke und neues Wissen zu erhalten.

Bereits im Januar 2018 hatte sich der Deutsche Bundestag dafür ausgesprochen, den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel auszubauen und ein Jugendwerk zu gründen. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey und der israelische Erziehungsminister Naftali Bennett haben sich am 4. Oktober 2018 auf die Gründung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerkes verständigt.

Die Zahl der Begegnungen zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Israel wächst stetig. Im Jahr 2018 haben rund 350 Austauschprogramme mit rund 7000 Teilnehmenden aus Deutschland und Israel in beiden Ländern stattgefunden. Ein Drittel davon waren Austauschprogramme für (junge) Fachkräfte zu Themen der Jugendhilfe.

In Deutschland koordiniert  ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch – die Begegnungen. ConAct ist eine Einrichtung des Bundesjugendministeriums mit Unterstützung der Bundesländer Sachsen-Anhalt und  Mecklenburg-Vorpommern. Partner in Israel ist die Öffentliche Behörde für Jugendaustausch mit Israel (Israel Youth Exchange Authority).