Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Köhler stellt neue UNICEF-Studie "Zur Lage der Kinder in Deutschland 2010" vor

Drei lachende Geschwister, Bildnachweis: iStockphoto/ Marzanna Syncerz
Kinder stärken© iStockphoto/ Marzanna Syncerz

Dr. Kristina Köhler hat gemeinsam mit UNICEF am 14. Januar in Berlin die neue UNICEF-Studie "Zur Lage der Kinder in Deutschland 2010 - Kinder stärken für eine ungewisse Zukunft" vorgestellt. Die Studie belegt: Deutschlands Kindern geht es im internationalen Vergleich gut. Im Vergleich zu 2007 hat sich Deutschland mit dem 8. Platz von 21 Ländern um drei Ränge verbessert.

Die Studie zeigt unter anderem, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland ausnehmend gut mit ihrer Familie und mit Gleichaltrigen auskommen. Für drei von vier deutschen Jugendlichen sind die Eltern die wichtigsten Vertrauenspersonen, mit denen sie reden können. Sie haben hilfsbereite Freunde und Mitschüler und gehen zu einem hohen Anteil gerne zur Schule.

Auch der Wert der Bildung ist in Deutschlands Familien in den letzten Jahren deutlich gestiegen: In internationalen Schulleistungsvergleichen schneiden deutsche Kinder besser ab. Ihre Eltern unterstützen sie darin: Sie investieren vergleichsweise viel in Bildungsgüter für ihren Nachwuchs, und zwar selbst dann, wenn sie selbst materiell nicht sehr gut gestellt sind.

Die UNICEF-Studie führt Erkenntnisse aus internationalen Studien zusammen. Materielle, soziale und leistungsbezogene Daten sowie subjektive Einschätzungen zeigen,  wo Deutschlands Familien stark sind und wie die Chancen von Kindern auf gesellschaftliche Teilhabe weiter gestärkt werden können. Einen Fokus legt die Studie auf die materielle Lage der Kinder von Alleinerziehenden, die ein vielfach höheres Armutsrisiko haben als die Kinder von Paarfamilien.

Die jetzt präsentierte Studie knüpft an die UNICEF-Studie aus dem Jahr 2007 zur Lebenssituation von Kindern an, die das "kindliche Wohlbefinden" erstmals umfassend in sechs Dimensionen im Vergleich der Mitgliedsstaaten der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) gemessen hat.