Jugendpolitik

Beirat zur gemeinsamen Jugendstrategie einberufen

Das Bild zeigt Caren Marks mit mehreren Menschen vor einer Fotowand
Caren Marks übernimmt den Vorsitz des Beirats, der aus 19 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe besteht© BMFSFJ

Am 11. Februar hat die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin, Caren Marks, die konstituierende Sitzung des Beirats des Bundesjugendministeriums zur gemeinsamen Jugendstrategie der Bundesregierung in Berlin eröffnet.

Caren Marks hob die Bedeutung des Beirats für die Jugendstrategie hervor:

"Ohne die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure und ohne junge Menschen und ihre Interessenvertretungen können wir keine wirklich gute oder wirkungsvolle Jugendstrategie entwickeln. Auch bei der Umsetzung einer solchen Strategie sind wir auf diejenigen angewiesen, die vor Ort mit Jugendlichen und für Jugendliche wirken. Deshalb stand für uns von vornherein fest, dass wir einen Ort schaffen müssen, in dem wir die Expertise von Jugend und Zivilgesellschaft, von Ländern und Kommunen bündeln können. Das ist uns mit diesem Beirat gelungen."

Insgesamt 19 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe bilden den Beirat des Bundesjugendministeriums zur Jugendstrategie der Bundesregierung:

  • Birgit Beierling, Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit
  • Ina Bielenberg, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten
  • Prof. Dr. Karin Böllert, Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ (Co-Vorsitz)
  • Tom Braun, Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung
  • Jörg Freese, Deutscher Landkreistag
  • Christina Gassner, Deutsche Sportjugend
  • Dr. Charlotte Giese, Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege
  • Daniel Grein, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge
  • Lothar Harles, IJAB-Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland
  • Tobias Köck, Deutscher Bundesjugendring
  • Ursula Krickl, Deutscher Städte- und Gemeindebund
  • Dr. Christian Lüders, Deutsches Jugendinstitut
  • Peter Nitschke, Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (AGJF)
  • Regina Offer, Deutscher Städtetag
  • Cemile Giousouf, Bundeszentrale für politische Bildung
  • Jürgen Schattmann, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (AGJF)
  • Gün Tank, neue deutsche organisationen
  • Hans-Georg Wicke, JUGEND für Europa
  • Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Bundesjugendkuratorium

Den Vorsitz im Beirat übernimmt Caren Marks. Den Co-Vorsitz hat Prof. Dr. Karin Böllert inne. Sie ist die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ. Dadurch wird das besondere Zusammenwirken von Politik und Zivilgesellschaft deutlich. In der konstituierenden Sitzung hat sich der Beirat auf Arbeitsschwerpunkte und Aufgabenteilung verständigt.

Unter Federführung des Bundesjugendministeriums stimmt seit Oktober 2018 die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMA) "Jugend" die Inhalte der Jugendstrategie ab und koordiniert die Zusammenarbeit der Ressorts.

Zur Einbindung von Jugend und Zivilgesellschaft wird das Bundesjugendministerium nun zusätzlich durch den Beirat unterstützt. Auch junge Menschen sollen direkt einbezogen werden. Bis Herbst 2019 werden die Inhalte der Jugendstrategie und ein entsprechender Kabinettbeschluss erarbeitet.

Das Vorhaben einer gemeinsamen Jugendstrategie der Bundesregierung fußt auf der "Eigenständigen Jugendpolitik", die das Bundesjugendministerium seit einigen Jahren verfolgt und mit der es die gemeinsamen Belange der 13 Millionen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 27 Jahren sichtbar macht.

Unter dem Dach der Jugendstrategie "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" hat das Bundesjugendministerium seit 2015 mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern verschiedene Einzelvorhaben umgesetzt, die sich an den Leitlinien, Grundsätzen und Zielen der "Eigenständigen Jugendpolitik" orientieren. Der Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode schreibt vor, die "Eigenständige Jugendpolitik" weiterzuführen und eine gemeinsame Jugendstrategie der gesamten Bundesregierung zu entwickeln.