Auftakt zur neuen Jugendstrategie 2015 bis 2018

Manuela Schwesig fährt mit zwei Jugendlichen auf einem Fahrrad
Auf dem Weg zu einer neuen Jugendstrategie© Bildnachweis: Isabel Kiesewetter

Unter dem Motto "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" hat Bundesjugendministerin Manuela Schwesig die Jugendpolitik 2015 bis 2018 neu aufgestellt und will Jugendliche in Zukunft stärker einbinden. Am 9. Juli fand hierzu die Auftaktveranstaltung in Berlin statt: Jugendliche aus Verbänden und anderen Organisationen und Vertretungen nahmen daran teil und diskutieren mit etwa 300 Expertinnen und Experten aus Politik und Fachwelt ihre Ideen und Vorschläge für eine jugendgerechte Gesellschaft.

"Ich will Jugendliche unterstützen und ermutigen, sich einzumischen und ihre Interessen zu vertreten. Es ist wichtig, sie direkt nach ihrer Meinung und ihren Vorstellungen zu fragen. Man kann nicht einfach über ihre Köpfe hinweg entscheiden. Wir müssen Jugendliche ernst nehmen und ihnen konkrete Angeboten machen, die Zukunft unserer Gesellschaft aktiv mitzugestalten", erklärte Bundesjugendministerin Manuela Schwesig.  

In jedem jugendpolitischen Vorhaben des Ministeriums wurde die Partizipation junger Menschen neu eingeführt oder verstärkt. "Ich achte bei allen Gesetzen meines Hauses und bei allen Gesetzen, an denen mein Haus beteiligt ist, darauf, dass sie die Belange junger Menschen mitdenken. Kinder und Jugendliche sollen bei allen Fragen, die sie etwas angehen, auch mitentscheiden können. Politik muss jugendgerechter werden", betonte Manuela Schwesig.

Auftaktveranstaltung zur neuen Jugendstrategie 2015-2018

Die Jugendstrategie versteht sich als Plattform und als Einladung an Gestaltungspartnerinnen und Gestaltungspartner auf Bundesebene und in den Ländern und Kommunen zur strategischen Zusammenarbeit im Sinne der jungen Menschen.

Zentrale Vorhaben der Jugendstrategie:

  • Die Koordinierungsstelle "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" wird als Informations- und Transferstelle die Jugendstrategie bundesweit verbreiten und in der Fläche verankern, sie vernetzt Vorhaben sowie Akteure und begleitet Kommunen auf dem Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit.
  • Ein Jugend-Check soll bundespolitische Vorhaben auf ihre Vereinbarkeit mit den Belangen der jungen Generation überprüfen sowie dafür sensibilisieren.
  • Die AG "Jugend gestaltet Zukunft" bringt die Stimme der jungen Generation in die Demografiestrategie der Bundesregierung ein.
  • Mit dem Innovationsfonds werden 42 Projekte zur Förderung der Eigenständigen Jugendpolitik unterstützt.
  • Mit einer neuen Internetbeteiligungsplattform soll Jugendbeteiligung leichter werden, Tools und Themen bekommen einen gemeinsamen Ort.
  • Die Umsetzung der EU-Jugendstrategie bringt europäische Ideen und Inhalte in Politik und Praxis.