Ab in den Urlaub! Mit Zivilcourage im Gepäck

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Auf www.nicht-wegsehen.net können Reisende ihre Beobachtungen zu Missbrauch von Kindern im Tourismus melden© Bildnachweis: ECPAT

Die Urlaubszeit ist eine gute Gelegenheit, Reisende dafür zu sensibilisieren, dass Sextourismus in einigen Ländern ein großes Problem ist. Darunter müssen auch viele Kinder leiden, die Opfer von Missbrauch werden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begrüßt deshalb das Engagement der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung – ECPAT Deutschland e.V.

Während der Urlaubszeit macht sie mit einer Plakatkampagne auf das Problem aufmerksam und fordert Reisende dazu auf, nicht wegzusehen und Beobachtungen und Verdachtsfälle von sexueller Ausbeutung von Kindern im Tourismus auf der Internetseite www.nicht-wegsehen.net zu melden. Meldungen können direkt an das Bundeskriminalamt weitergeleitet oder aber anonym an ECPAT Deutschland mitgeteilt werden. Alternativ stehen die Meldemöglichkeiten europäischer Länder unter www.reportchildsextourism.eu zum Abruf.

Plakatmotiv ECPAT Deutschland
Mit einer Plakataktion fordert ECPAT Deutschland Reisende dazu auf, Beobachtungen zu sexueller Ausbeutung von Kindern im Tourismus zu melden© Bildnachweis: ECPAT Deutschland

Die Plakate der Kampagne hängen an deutschen Flughäfen im Abflug- und Passkontrollbereich und bundesweit an über 100 Bahnhöfen. Die Kampagne ist Teil des von der Europäischen Union geförderten Projekts "Don’t look away" ("Nicht wegsehen"), an dem ECPAT-Gruppen aus 22 Ländern beteiligt sind. Zugleich unterstützt die Plakataktion die internationale Kampagne zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus, die die Bundesregierung gemeinsam mit den Regierungen Österreichs und der Schweiz vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat und an der sich inzwischen weitere EU-Mitgliedstaaten beteiligen. Nichtregierungsorganisationen, Verbände und Unternehmen der Tourismuswirtschaft arbeiten engagiert mit.