2. Konferenz der Straßen- und Flüchtlingskinder

Manuela Schwesig bei der 2. Konferenz der Straßen- und Flüchtlingskinder
Manuela Schwesig bei der 2. Konferenz der Straßen- und Flüchtlingskinder© Bildnachweis: BMFSFJ

Die 2. Konferenz der Straßen- und Flüchtlingskinder hat Bundesjugendministerin Manuela Schwesig als Schirmherrin am 25. September in Berlin eröffnet. Über 200 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland sowie junge Flüchtlinge sind dafür zusammengekommen und wollen noch bis zum 26. September einen gemeinsamen Ideen- und Forderungskatalog für die Politik erarbeiten.

Die Veranstaltung schließt an die 1. Bundesstraßenkinderkonferenz in Deutschland an, die vor einem Jahr in Berlin stattgefunden hatte. Nach der Konferenz hatte eine Delegation von Straßenkindern den dort erarbeiteten Forderungskatalog an Manuela Schwesig übergeben, die Bundesjugendministerin versprach darauf ihre Teilnahme an der 2. Konferenz.

Diese Versprechen löste sie nun ein und übernahm zusätzlich die Schirmherrschaft für die Konferenz: "Mit der Konferenz setzt ihr ein starkes Zeichen. Ich verspreche, dass ich euch weiter unterstützen und auf eure Probleme öffentlich aufmerksam machen werde", sagte Manuela Schwesig.

Die Konferenz ist eine Veranstaltung des Vereins KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not e.V und wurde von der Ständigen Vertretung organisiert, einer Jugendinitiative, die sich aus dem Organisationsteam des 1. Bundeskongresses der Straßenkinder mit Unterstützung von KARUNA heraus gegründet hat. 30 junge Menschen im Alter von 14 bis 33 Jahren aus ganz Deutschland engagieren sich bei der Ständigen Vertretung, um die auf der Konferenz erarbeiteten Forderungen weiterzuentwickeln und gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten.

Eine Besonderheit der Konferenz 2015: Die Ständige Vertretung lud zur diesjährigen Konferenz auch über 60 junge Flüchtlinge zur Mitwirkung ein. Das ursprüngliche Konzept der "Konferenz der Straßenkinder" wurde erweitert und zur "Konferenz der Straßenkinder und Flüchtlingskinder in Deutschland" erklärt – ein deutliches Zeichen der Solidarität insbesondere mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Passend dazu auch der Titel der 2. Konferenz: "Mein Name ist Mensch".

Manuela Schwesig: "Ich finde es klasse, dass ihr mit eurer Konferenz auf die Situation und die Rechte von Flüchtlingskindern in Deutschland aufmerksam macht. Straßenkinder können gut verstehen, wie es Menschen geht, die ihre Heimat verloren haben und auf der Flucht sind. Aber es ist nicht selbstverständlich, sich gegenseitig zu unterstützen. Ich danke euch allen, für die große Solidarität."