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Hintergrund
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist aus Sicht der Bevölkerung nach wie vor die wichtigste Aufgabe der Familienpolitik. Die Betreuung von Kindern und die Pflege älterer Angehöriger sind inzwischen gleichermaßen wichtig, wenn es darum geht, Verantwortung in der Familie und die Anforderungen im Beruf in Einklang zu bringen. Dies zeigen die Ergebnisse des jüngst erschienenen Monitors Familienleben 2011.
Laut den Ergebnissen der Umfrage beteiligen sich Väter sich heute mehr an der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder. 67 Prozent der Befragten begrüßen diese Entwicklung. Väter äußern zudem zunehmend, dass ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Probleme bereitet: 71 Prozent der Väter, die hier Schwierigkeit haben, würde es helfen, wenn die hohen zeitlichen Anforderungen im Job, etwa durch Überstunden, weniger würden.
Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten"
Insbesondere der Bedarf nach einer familienbewussten Arbeitszeitgestaltung ist bei Müttern und Vätern gleichermaßen groß. Zudem können sich Unternehmen durch eine familienfreundliche Unternehmenskultur Wettbewerbsvorteile im Wettbewerb um die klügsten Köpfe sichern und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter länger halten. Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder hat daher zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann im Herbst 2010 die Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten" gestartet.
Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, Arbeitgeber zu motivieren und dabei zu unterstützen, mehr flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle anzubieten, die Müttern mehr Karrierechancen und Vätern mehr Familienzeit ermöglichen.
Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie"
Die Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten" ist wie der am 12. Oktober gestartete Unternehmenswettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2012" Teil des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie".
Im Rahmen des Programms setzt sich das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, Gewerkschaften und großen Stiftungen dafür ein, dass immer mehr Unternehmen den Nutzen von Familienfreundlichkeit erkennen und unterstützt sie bei der Umsetzung. Ziel ist es, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen.
Thematisch greift das Unternehmensprogramm die gesamte Bandbreite der familienbewussten Personalpolitik auf. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs nach der Elternzeit und der betrieblich unterstützten Kinderbetreuung. Das Unternehmensprogramm wird mit den Schwerpunkten familienbewusste Arbeitszeiten und Vereinbarkeit von Beruf und Pflege thematisch ausgebaut.
