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Hintergrund
Eckpunkte einer Familienzeitpolitik 2012
Die Bundesregierung wird mit einer modernen Zeitpolitik Familien dabei unterstützen, mehr Zeitsouveränität zu erhalten. In den letzten Jahren wurden mit der Einführung des Elterngelds, dem Ausbau der Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen und der Initiative „Familienbewusste Arbeitszeiten“ bereits Rahmenbedingungen geschaffen, die zeitliche Gestaltungsfreiheit unterstützen. Das Bundesfamilienministerium will dies in Zukunft kontinuierlich fortführen.
Fokus Elternzeit
Im Fokus steht vor allem die zielgenaue Weiterentwicklung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes. Die Bundesregierung wird in den kommenden Monaten den bestehenden engen Anspruch auf Großelternzeit den Anforderungen der Familien entsprechend deutlich weiterentwickeln
Weitere Flexibilisierungen sind insbesondere im Bereich der Elternzeit sind geplant, die Eltern unterstützen und Konflikte im Arbeitsverhältnis vermeiden sollen. So soll zum Beispiel der Teilzeitanspruch während der Elternzeit vereinfacht werden. Eltern in Elternzeit sollen ein größeres Mitspracherecht bei den Arbeitszeiten erhalten - nach der gegenwärtigen Regelung ist in der Elternzeit ein Arbeitsumfang von 30 Stunden wöchentlich erlaubt.
Außerdem sollen Elternzeitberechtigte künftig bis zu 24 Monate (bisher: 12 Monate) der Elternzeit mit Zustimmung des Arbeitgebers auf einen Zeitraum bis zum Ende des 14. Lebensjahres des Kindes übertragen können.
Fokus Familienunterstützende Dienstleistungen
Familien sollen künftig stärker durch familienunterstützende Dienstleistungen entlastet werden. Hintergrund für die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen ist der Wunsch, Zeit zu gewinnen und den familiären Alltag zu entlasten - sowohl bei jungen Familien mit Kindern als auch bei Familien mit älteren hilfe- oder pflegebedürftigen Angehörigen. Die Bundesregierung erarbeitet derzeit ein Konzept zur Verbesserung der familienunterstützenden Haushaltsnahen Dienstleistungen. Es wird sowohl die Angebots- wie die Nachfrageseite in den Blick nehmen.
Fokus Kommunale Zeitpolitik
Familienzeitpolitik wird entscheidend in den Kommunen gestaltet. Viele Zeitkonflikte von Familien ergeben sich, weil die Zeitstrukturen von lokalen Diensten nicht genügend aufeinander abgestimmt sind: Öffnungszeiten von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen oder Behörden, öffentlicher Nahverkehr und lokale Dienstleister. Die Bundesregierung erarbeitet mit Hilfe der bundesweiten Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" Konzepte für eine kommunale Zeitpolitik, um lokalen Dienste und Angebote im Umfeld von Familien besser aufeinander abzustimmen.