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Hintergrund

Im Detail: Die Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten"

Der Bedarf nach einer familienbewussten Arbeitszeitgestaltung ist bei Müttern und Vätern gleichermaßen groß. 96 Prozent der Eltern wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten und für 90 Prozent der Eltern ist Familienfreundlichkeit bei der Arbeitgeberwahl mindestens genauso wichtig wie das Gehalt. Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder hat daher zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann im Herbst 2010 die Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten" gestartet, in dessen Rahmen das Spitzengespräch "Zur richtigen Zeit am richtigen Ort" stattfand.

Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, Arbeitgeber zu motivieren und dabei zu unterstützen, mehr flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle anzubieten, die Müttern mehr Karrierechancen und Vätern mehr Familienzeit ermöglichen.

Eine Datenbank mit zahlreichen guten Beispielen und Handlungshilfen auf der Internetseite von Erfolgsfaktor Familie unterstützt interessierte Betriebe bei der Umsetzung familienbewusster Arbeitszeitmodelle. Ganz konkrete Hilfestellungen bietet der Leitfaden "Familienbewusste Arbeitszeiten". Neben anschaulichen Tipps für die Einführung familienbewusster Arbeitszeiten zeigt er anhand von zehn Unternehmensporträts und Interviews von Personalverantwortlichen, wie flexible und familienbewusste Arbeitszeitmodelle bereits in Unternehmen verschiedener Größen und Branchen umgesetzt werden. Der Leitfaden beinhaltet darüber hinaus auch relevante rechtliche Aspekte.

Im Rahmen der Initiative besucht Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder zudem bundesweit Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern, um mit Unternehmensverantwortlichen Konzepte für eine flexible Arbeitszeitgestaltung zu diskutieren. Der nächste Termin findet am 17. Februar in der Handwerkskammer Wiesbaden statt.

Die Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten" ist Teil des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie", das das Bundesfamilienministerium in Kooperation mit Wirtschaftsverbänden (BDA, DIHK, ZDH) und dem DGB durchführt. Ziel ist es, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. Schon rund 3.300 Arbeitgeber sind Mitglied im zugehörigen Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie".