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Boys' Day: Jungen entdecken neue Perspektiven
Am 14. April fand der erste bundesweite "Boys' Day - Jungen-Zukunftstag" statt. Mit mehr als 90 Initiativen und über 34.000 Teilnehmern war er schon im ersten Jahr ein voller Erfolg. Der Boys' Day bot Jungen ab der fünften Klasse die Möglichkeit, berufliche Einblicke jenseits tradierter Rollenbilder zu bekommen. Im Fokus standen dabei Berufe aus dem Sozial- und Dienstleistungsbereich, in denen bisher nur wenige Männer arbeiten. Der Boys' Day knüpft an den seit elf Jahren erfolgreichen "Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag" an. Eingeführt wurde der bundesweite Boys' Day auf Initiative von Bundesministerin Kristina Schröder.
Boys' Day - Jungen-Zukunftstag
Jungen haben vielfältige Interessen und Kompetenzen. Ihre Berufswahl und Lebensplanung ist dennoch häufig sehr traditionell ausgerichtet. Mehr als die Hälfte der männlichen Auszubildenden entscheidet sich für einen von 20 jungentypischen Ausbildungsberufen im dualen System. Darunter ist kein einziger aus dem sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich. Gerade in diesen Branchen sind Männer deutlich unterrepräsentiert.
Deswegen laden am Aktionstag Einrichtungen, Organisationen, Unternehmen, Schulen und Hochschulen zu Schnupperpraktika, Kursen und Informationsveranstaltungen ein. Den Jungen steht ein breites Angebot von spannenden und zukunftsorientierten Alternativen in der Berufswahl offen, die sie kennen lernen und ausprobieren können. Wenn es gelingt, mehr Jungen für neue und zukunftsträchtige Berufsfelder zu gewinnen, ist dies nicht nur ein Schritt zu mehr echter Chancengleichheit, sondern gerade für Branchen und Berufszweige, die vom Fachkräftemangel besonders bedroht sind, ungemein wichtig.
Der Boys' Day zielt darauf, Jungen Einblicke gerade in solche Berufen zu geben, die bisher typischerweise von Frauen ausgeübt werden. Jungen sollen ermutigt werden, ihre Berufs- und Lebensplanung an ihren individuellen Interessen zu orientieren - auch wenn diese eben nicht in "klassischen" Männerberufen liegen.
Ein Beleg für den Bedarf und die Akzeptanz des Boys' Day, der unter dem Dach des Netzwerkes "Neue Wege für Jungs" stattfindet, ist die hohe Beteiligung: Bereits im ersten Jahr wurden weit über 33.600 Plätze für Jungen bei 4.100 Veranstaltungen in ganz Deutschland angeboten.
Breites Bündnis für vielfältige Angebote
Hinter dem Erfolg des Boys' Day steht auch ein breites Bündnis: Partner sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Bundeselternrat, der Bundesverband der Freien Berufe, der Bundesverband privater Anbieter Sozialer Dienste, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie, der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, die Deutsche Krankenhausgesellschaft sowie der Deutsche Städtetag.
Der "Boys' Day - Jungen-Zukunftstag" und das Netzwerk "Neue Wege für Jungs" werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.
An den Erfolg des Girls' Day anknüpfen
Der Boys' Day baut auf den positiven Erfahrungen aus dem Girls' Day auf: Er ist Deutschlands größte und vielfältigste Berufsorientierungsinitiative für Mädchen und findet in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt. Am Aktionstag können sich Schülerinnen ab der fünften Klasse über die Arbeitswelt in Technik, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften informieren oder weibliche Vorbilder in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik kennen lernen.
Mit über 123.000 bundesweiten Angeboten für Mädchen liefert der 11. Girls' Day einen wichtigen Beitrag der Trennung von Frauen- und Männerberufen entgegen zu wirken und damit faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Der "Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag" wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.