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7. Das institutionelle Angebot für Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt (Kindergartenalter)

Das Betreuungsangebot für Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt ist - bedingt durch den Rechtsanspruch - sehr viel umfassender als für die anderen Altersgruppen. Im Bundesdurchschnitt stehen für 92% der Kinder Plätze zur Verfügung. Allerdings findet sich auch hier ein Unterschied zwischen dem Osten und Westen des Landes. In den westlichen Flächenländern liegt die Platz-Kind-Relation 15 Prozentpunkte unter dem Niveau der östlichen Länder. Besonders ungünstig stellt sich traditionell die Situation in den Stadtstaaten dar; teilweise wird das niedrige Angebot an Kindergartenplätzen allerdings durch das schulische Angebot der Vorklassen sowie eine stark geförderte Tagespflege ausgeglichen.

Das verringerte Wachstumstempo der letzten Jahre könnte darauf hindeuten, dass der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz weitgehend erfüllt ist. Dabei lässt sich allerdings nicht ausschließen, dass der Zugang für 3-Jährige im Westen immer noch häufig durch Stichtagsregelungen erschwert wird; so wäre auch zu erklären, dass nach wie vor nur etwas mehr als die Hälfte der 3 bis 4-jährigen Kinder einen Kindergarten besucht. Nach wie vor fehlen im Westen Deutschlands auch Ganztagsplätze. Während in den östlichen Flächenländern 98% der Kindergartenplätze ganztägige Betreuung bieten, sind in den westlichen Flächenländern weniger als ein Viertel der Plätze Ganztagsplätze. Kindergärten sind eine Domäne der freien Träger - und hier insbesondere der konfessionellen Verbände: sie vereinigen im Westen ca. die Hälfte aller Kindergartenplätze auf sich. Auch im Osten bauen freie Träger ihre Position weiter aus.