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4. Regionale Unterschiede im Platzangebot.

Die Aussichten auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung sind in Deutschland sehr ungleich verteilt. Dies betrifft vor allem unter 3-jährige Kinder und Schulkinder. Leben sie im Osten Deutschlands, sind ihre Chancen, institutionell betreut zu werden, durchschnittlich zehnmal höher als im Westen. Neben den bekannten Ost-West Unterschieden variiert die Versorgungssituation auch kleinräumig. Analysen auf Kreisebene zeigen, dass sich bereits von einem Kreis zum nächsten das Platzangebot oft erheblich unterscheidet. Dabei erweist sich im Westen die Bevölkerungsdichte als ein entscheidender Faktor: Zum ohnehin niedrigen Angebotsniveau gesellt sich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Besonders für Kinder unter 3 Jahren gibt es in ländlichen Gegenden kaum institutionelle Betreuungsmöglichkeiten: Auf 100 Kinder kommt gerade einmal ein Platz. Die Chancen auf einen Betreuungsplatz steigen mit zunehmender Bevölkerungsdichte, in Städten sind sie generell besser als auf dem Land. Im Osten gilt dieser Zusammenhang nicht: Hier weisen selbst dünn besiedelte ländliche Gegenden ein Versorgungsniveau für das Krippen- und Hortalter auf, das weit über dem des Westens liegt und selbst in Berlin nicht erreicht wird. Allerdings nehmen auch im Osten regionale Unterschiede zu.

Selbst für das Kindergartenalter stellt sich die Versorgungslage nicht einheitlich dar. Dabei finden sich nach wie vor Regionen mit Platzmangel, aber auch Regionen, in denen Kindergärten geschlossen werden.