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3. Versorgungslage und Entwicklungen der Angebote in Tageseinrichtungen für Kinder zwischen 1998 und 2002

In Deutschland standen am 31.12.2002 insgesamt 3,14 Millionen Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung. Trotz gravierender Betreuungslücken fand nach 1998 kaum noch ein Platzausbau statt. So reicht das Angebot in den westlichen Flächenländern nach wie vor nur für 2,4% der unter 3-Jährigen und für 6% der Kinder im Grundschulalter. Im Kindergartenalter dürfte es nur noch lokal zu Engpässen kommen. Eine erkennbar positive Entwicklung gab es bei den Öffnungszeiten: Immer häufiger wird eine ganztägige Betreuung oder zumindest eine Betreuung über Mittag angeboten. Die östlichen Bundesländer konnten ihr hohes Angebotsniveau aufrechterhalten: Bei den unter 3-Jährigen können 37%, bei Kindern im Grundschulalter 67,6% auf einen Betreuungsplatz zählen. Parallel zu den wieder ansteigenden Kinderzahlen wurden Krippen- und Kindergartenplätze ausgebaut. Nur der Hortbereich blieb davon unberührt: Hier kam es zu einer weiteren spürbaren Verringerung des Angebots.

Besonders zurückhaltend beim Platzausbau zeigten sich die öffentlichen Träger. Sie beschränkten sich überwiegend auf die Sicherung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz. Beim Ausbau der Betreuungsangebote für unter 3-Jährige und Schulkinder engagierten sich hingegen fast ausschließlich freie Träger. Im Osten schritt damit die Entwicklung pluralistischer Trägerstrukturen voran. Qualitativ setzt sich der Trend zu altersübergreifenden Einrichtungen weiter fort. Vor allem im Westen des Landes geht dies häufig mit einer alterserweiterten Zusammensetzung der Kindergruppen einher.