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10. Integration von Kindern mit Behinderung in Tageseinrichtungen
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Bei der Integration behinderter Kinder sind in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt worden. Während Sondereinrichtungen geschlossen wurden, nahm die Zahl integrativer Plätze in Kindertageseinrichtungen kontinuierlich zu. Allein zwischen 1998 und 2002 wurden mehr als 10.000 Integrationsplätze eingerichtet. Dabei zeigt sich ein Zusammenhang mit dem allgemeinen Angebotsniveau: Je mehr Betreuungsplätze insgesamt vorhanden sind, desto häufiger werden integrative Plätze angeboten. Die östlichen Bundesländer liegen daher auch bei der integrativen Erziehung an der Spitze.
Integration findet bisher vor allem im Kindergarten statt. Hier wird die gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern zunehmend verwirklicht. Hingegen stellt die Integration von Kindern mit Behinderungen in Krippe und Hort immer noch die Ausnahme dar. Entgegen dem allgemeinen Trend spielen im Hortbereich Sondereinrichtungen eine zentrale Rolle. Auf sie entfallen in den östlichen Flächenländern zwei Drittel der Hortplätze für behinderte Kinder. Auch in den westlichen Flächenländern ist die Tendenz steigend. Dies dürfte vor allem widerspiegeln, dass die Integration in den Schulen auf besondere Widerstände stößt. Für Kinder mit Behinderungen endet das gemeinsame Aufwachsen mit nicht behinderten Altersgenossen daher oftmals mit dem Eintritt in die Schule.


