Untersuchung „Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes“

III Einschätzung des Prostitutionsgesetzes aus unterschiedlichen Perspektiven

3   Die Sicht von Beratungsstellen

Im Rahmen der Untersuchung wurden Expertinnen und Experten aus Fachberatungsstellen für Prostituierte und STD-Beratungsstellen (Beratungsstellen zu sexuell übertragbaren Krankheiten) schriftlich befragt. Diese Befragung wurde durch Gruppeninterviews ergänzt (zu den Details der Befragung siehe I.4.2). Die Fragebogenbefragung umfasst insgesamt 80 Bögen, von denen 77 in die Analyse eingingen (siehe I.4).1 Die meisten Bögen kamen aus Einrichtungen in Großstädten (72 %) und in mittleren Großstädten (24 %).2 Die Befragung umfasst Informationen aus 15 Bundesländern, lediglich aus dem Saarland liegt kein Bogen vor. Qualitatives Material zur Sicht der Beratungsstellen liegt aus Fokusgruppen und den Gruppeninterviews mit der AG Recht und Prostitution, einer regelmäßig tagenden bundesweiten Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen von Fachberatungsstellen und Prostituiertenorganisationen, vor.

1) Einzelne Einrichtungen schickten mehrere Bögen zurück. Die Gesamtzahl bezieht sich somit auf die Anzahl der antwortenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nicht auf die Anzahl der Einrichtungen. 31 Bögen (39 %) kamen aus Fachberatungsstellen, davon 17 (21 %) aus Beratungsstellen für weibliche und 8 (10 %) aus Beratungsstellen für männliche Prostituierte, 6 (8 %) aus Beratungsstellen für Migrantinnen in der Prostitution. 46 Bögen kamen aus STD-Beratungsstellen.

2) Zur Größenordnung der Städte siehe Kapitel III.2.2, Fußnote 454.

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