Hiermit legt das Sozialwissenschaftliche FrauenForschungsInstitut der Kontaktstelle für praxisorientierte Forschung der Evangelischen Fachhochschule (SoFFI K.) den Abschlussbericht für das Forschungsprojekt „Untersuchung zu den Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes“ vor. Das Projekt begann am 1. 3. 2004 und wurde Ende Juli 2005 abgeschlossen. Ziel des Forschungsprojektes war es, einen Überblick über die Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes in der Praxis zu geben. Die Untersuchung dient der Vorbereitung eines Berichts der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag. Sie wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben.
Die Untersuchung besteht aus mehreren Teilstudien, die sich aufeinander beziehen:
Einer quantitativen und qualitativen Befragung von in der Prostitution tätigen Frauen und Männern, Betreibern bzw. Betreiberinnen von Prostitutionsbetrieben, Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen und Berufsfeldern,
einer Auswertung der Rahmenbedingungen in ausgewählten Regionen,
einer Recherche zu den Konsequenzen der neuen Rechtslage,
einer Rechtsexpertise.
In der Integration der Ergebnisse werden die bislang erkennbaren Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes und die Einschätzung des Gesetzes aus einer Vielfalt von Perspektiven beleuchtet. Darüber hinaus wird die Prostitutionspolitik in anderen Ländern in den Blick genommen und es werden Schlussfolgerungen und Empfehlungen abgegeben.
Mit einem Werkauftrag waren Dr. Margarete Gräfin von Galen für die Rechtsexpertise und Dipl. Psych. Katja Grieger für die Datenbearbeitung eingebunden.
Die Untersuchung gibt nicht nur Antworten auf die Frage nach den bislang messbaren oder beobachtbaren Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes, sondern verhilft auch zu einem besseren Verständnis, warum zurzeit erst wenig konkrete Veränderung feststellbar ist.
Wir danken allen, die uns bei der Arbeit an diesem Forschungsbericht unterstützt haben:
Unseren Interviewpartnerinnen und -partnern aus der Prostitution: Prostituierten, Betreibern und Betreiberinnen,
den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Fachberatungsstellen und STD-Beratungsstellen, die unsere Fragebögen an ihre Klientinnen und Klienten weitergegeben und uns Interviewpartner und -partnerinnen vermittelt haben, und die für Interviews und Fachgespräche zur Verfügung standen;
den Expertinnen und Experten aus Institutionen, Behörden, Gerichten und Ministerien, die an unseren Fokusgruppen und Fachrunden teilgenommen haben,
Andrea Weppert, Dagmar Kaltenmark, Christiane Wendt, Margarete Schick-Häberle, Natascha Fuchs, Mechthild Eickel, Danuta Osiecki und Dorothee Türnau sowie der Mitternachtsmission Dortmund, die im Rahmen von Werkverträgen zu diesem Bericht beigetragen haben,
dem Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen für die Unterstützung bei der Befragung von Betreibern und Betreiberinnen und Prostituierten,
Herrn Bunsen für die Übermittlung einer wichtigen Telefonnummer,
Jan Bluschke für die Interviews mit männlichen Prostituierten,
Katrin Schmidt, die sämtliche Interviews schnell und zuverlässig transkribiert hat,
Judith Katenbrink für die Beratung bei der Datenauswertung,
den Kolleginnen und Kollegen sowie Expertinnen und Experten, die uns im persönlichen Gespräch Informationen gaben:
Jan Visser, De Rode Draad, Amsterdam,
Prof. Dr. Kai Bussmann, Halle,
Prof. Dr. Carol Hagemann-White, Osnabrück,
Christa Rebel, Steuerberaterin, Berlin,
Peter Bauer, Jurist, Berlin,
Eva von Rahden, SILA, SOFIA, Wien,
Dr. Birgit Schweikert und Ruth Niebuer im BMFSFJ für ihr Interesse und ihre Unterstützung,
Rainer Wagner für all seine Unterstützung bei SoFFIK. und bei der Formatierung des Berichts,
Dr. Jan Kruse für die Korrektur des Berichts,
und vor allem Prof. Dr. Cornelia Helfferich für ihre unschätzbare Begleitung bei der Fertigstellung des Berichts.