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Einleitung

Etwa 450.000 Alleinerziehende beziehen Arbeitslosengeld II, zehn Prozent davon sind unter 25 Jahre alt. Kein anderer Haushaltstyp, auch kinderreiche Paarfamilien nicht, ist mit einem ähnlich hohen Anteil - etwa 25% - auf soziale Unterstützungszahlungen angewiesen.

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1. Handlungsfeld: Arbeitsberatung und -vermittlung

Die Aufnahme einer existenzsichernd bezahlten Erwerbsarbeit stellen sich die allermeisten Alleinerziehenden, die Arbeitslosengeld II (davor Hilfe zum Lebensunterhalt) beziehen, als den Ausweg aus chronischem Finanzmangel und einer damit insgesamt materiell prekären Lebenssituation für die ganze Familie, vor. Dieser Weg ist jedoch mit zahlreichen Hürden verstellt. Ziel dieses Kapitels ist es, diese Hürden in den Blick zu nehmen und Empfehlungen zu geben, welchen Anforderungen die Beratung und Vermittlung Alleinerziehender entsprechen muss, um bei der Arbeitsmarktintegration Erfolge zu erzielen.

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2. Handlungsfeld: Qualifizierungswege

Unter den Alleinerziehenden, die "erwerbsfähig und hilfebedürftig" sind, die also nach der Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe vom Anfang 2005 Arbeitslosengeld II beziehen, hat ein großer Anteil keinen Berufsabschluss. Unter den in Nürnberg 2003 Sozialhilfe beziehenden Alleinerziehenden galt das für fast die Hälfte, unter den jungen Alleinerziehenden bis 25 Jahre und unter dem rasch wachsenden Anteil an Alleinerziehenden mit Migrationshintergrund ist der Anteil noch höher. Bundesweit hochgerechnet, geht es dabei um etwa 205.000 Alleinerziehende (von insgesamt 457.000, die im Juli 2005 Arbeitslosengeld II bezogen).

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3. Handlungsfeld: Flexible Kinderbetreuung

Flexible Kinderbetreuung ist für Alleinerziehende von besonderer Bedeutung, um Familie und Erwerbstätigkeit vereinbaren zu können. Alleinerziehende sind Vorreiterinnen eines allgemeinen Entwicklungstrends in unserer Gesellschaft zu einer früheren Rückkehr in den Beruf. Gleichzeitig verfügen sie häufig über geringere Ressourcen an sozialer Unterstützung und finanziellem Rückhalt. Eine Reihe von bestehenden Kinderbetreuungsangeboten kann den spezifischen Bedarf Alleinerziehender nicht decken, weil sie nicht deren zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten entspricht.

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4. Handlungsfeld: Nachbarschaft als soziales Netz

Soziale Integration und wirtschaftliche Existenzsicherung sind trotz der Arbeitsmarktkrise - wie es scheint - stärker denn je an Erwerbsarbeit gebunden. Das verschärft die biografischen Negativfolgen fehlender Arbeitsmarkt-Teilhabe noch einmal zusätzlich für diejenigen, die sich in ihrem eigenen sozialen Umfeld nicht auf stabile oder vielfältige Netzwerkbeziehungen stützen können. Umgekehrt gibt es enge Wechselbeziehungen zwischen sozialer Integration, der Einbindung in soziale Netzwerke und den Zugangschancen zum Arbeitsmarkt.

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5. Ergebnisse aus den Befragungen im Nürnberger Projekt zur Armutsprävention

Vor zwanzig Jahren hat eine wegweisende Studie zum Leben von Arbeiterfrauen das konfliktreiche Wechselspiel von Erwerbsarbeit und Familie (bei Frauen) mit der Formel "eines ist zu, beides ist zu viel" eingefangen. Für allein Erziehende gilt dieser Satz heut immer noch und erst recht.

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Checklisten zur Verankerung und Umsetzung kommunaler Handlungskonzepte

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