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5.5 Vorherrschende Vorstellungen zur familialen Arbeitsteilung und zur Erwerbstätigkeit von Müttern und gewünschte Erwerbsmuster
Wie im Kapitel 5.2 gezeigt, erreicht Deutschland im internationalen Vergleich einen relativ guten Rangplatz unter den OECD-Staaten, wenn man als Maßstab die Diskrepanz zwischen der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern betrachtet, die ohne betreuungsbedürftige Kinder im Haushalt leben. Diese Diskrepanz ist in Deutschland vergleichsweise gering (Abbildung 5.2). Die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern mit betreuungsbedürftigen Kindern unterscheidet sich in Deutschland allerdings gravierender als in vielen anderen OECD-Staaten. Deutschland erreicht, was die Erwerbsbeteiligung von Müttern betrifft, nur den Rangplatz 12 unter den OECD-Staaten (Abbildung 5.3). Die Gründe hierfür sind vielfältig und einige sollen in den folgenden Kapiteln (5.5 bis 5.9) beleuchtet werden. Im Kapitel 5.5 wird auf die Vorbehalte aufmerksam gemacht, die die deutsche Bevölkerung trotz einer zunehmenden Distanzierung vom traditionellen männlichen Versorgermodell gegenüber der Erwerbstätigkeit von Müttern hegt. Es wird zudem beschrieben, welche Rollenteilung sich betroffene Mütter und Väter selbst wünschen.


