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4.5.4 Gleichgeschlechtliche Partnerschaften
Nach der im Mikrozensus 2004 gestellten Frage "Sind Sie Lebenspartner(in) der ersten Person" (die erstgenannte Person entspricht dem Haushaltsvorstand), ist es möglich, Angaben zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften zu erhalten. Erfasst werden allerdings nur Paare, die zusammen wohnen; bei gleichgeschlechtlichen Paaren ist jedoch davon auszugehen, dass sie häufiger als andere Paare in getrennten Wohnungen leben. Auf der Basis dieser Frage sind 26.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften von Frauen und 30.000 Lebensgemeinschaften von Männern festzustellen (Statistisches Bundesamt 2005b: 21). Allerdings war die Beantwortung dieser Frage freiwillig. Die Zahlen sind aus diesem Grund lediglich als Untergrenze der Einschätzung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften einzustufen.[120]Auf der Basis eines Schätzverfahrens für den Mikrozensus, das alle "Haushaltsbezugspersonen von Zweifamilienhaushalten mit familienfremden Personen" (Statistisches Bundesamt 2005b: 22) mitzählt, könnte es im März 2004 in Deutschland auch 160.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften gegeben haben (Statistisches Bundesamt 2005b: 22).
[120] Wie weit die Unterschiede der Schätzungen gehen, führt Eggen für den Mikrozensus 1999 aus: "(...) weist der Mikrozensus 1999 rund 41.400 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften aus. Diese Zahl liegt erheblich unter anderen, nicht amtlichen Schätzungen, die in Politik, Medien und Öffentlichkeit verbreitet werden. Überträgt man zum Beispiel Ergebnisse von empirischen Studien, die sich auf andere Staaten beziehen, auf Deutschland, so wären auch rund 165.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften möglich. Eine andere Aussage geht sogar von 2,5 Millionen gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften aus. Die Datenlage wird noch dünner und unsicherer über Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Partnern leben." (Eggen 2001: 347).


