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2.8 Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt

Frauen und Männer dominieren auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt in je unterschiedlichen Wirtschaftbereichen und Berufsfeldern. Diese Trennung von weiblichen und männlichen Beschäftigten wird als horizontale Segregation bezeichnet. Daneben und nicht selten mit der horizontalen Segregation der Geschlechter verknüpft, ist eine vertikale Segregation zu beobachten: Männer und Frauen besetzen nämlich schwerpunktmäßig unterschiedliche hierarchische Ebenen. Beim innerbetrieblichen Aufstieg haben tradierte Rollenerwartungen seitens der Betriebe, formale Aufstiegskriterien wie Dienstalter, Betriebszugehörigkeit oder formale Regelungen wie Tarifverträge, Tauglichkeitsprüfungen, Bildungsabschlüsse usw. eine Lenkungsfunktion, die Männer häufig begünstigt. Dies trägt zu einer Überrepräsentanz von Männern in gehobenen Positionen und in Führungsfunktionen bei (vertikale Segregation).