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2.7.6 Zwischenfazit

Teilzeitarbeit ist eine "weibliche Domäne". Nur ein kleiner Teil männlicher Beschäftigter geht einer Teilzeitarbeit nach. Die Teilzeitquote ist insbesondere bei Arbeitnehmerinnen in den letzten 13 Jahren ständig gestiegen. Sie liegt jetzt bei über 40 Prozent. Während im Osten Teilzeitarbeit oft dann angenommen wird, wenn keine Vollzeitstelle zur Verfügung steht, ist dies im Westen nur selten ein Grund für Teilzeitarbeit. Für die Frauen im Westen sind persönliche und familiale Verpflichtungen das dominante Motiv, eine Teilzeitarbeit anzunehmen.

Parallel zur Ausbreitung der Teilzeit nehmen auch andere Arbeitszeitformen zu, die vom traditionellen Normalarbeitsverhältnis abweichen: Wochenend-, Nacht- und Schichtarbeit. Männer befinden sich 2004 häufiger als Frauen in diesen atypischen Beschäftigungsformen.

Auch die geringfügige Beschäftigung nimmt weiter zu. Besonders unter denjenigen Beschäftigten, die ausschließlich einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, sind Frauen erheblich überrepräsentiert, dies gilt ganz besonders für verheiratete und verwitwete Frauen im Westen. Von einer Befristung von Arbeitsverträgen sind besonders junge Menschen betroffen, junge Frauen wie junge Männer. Ab der Altersgruppe der 30-Jährigen sind Ausländerinnen und Ausländer häufiger von Befristung betroffen als Deutsche. An befristete Beschäftigungsverhältnisse schließt sich häufig ein Betriebs- oder gar Berufswechsel an. Er wird von Männern häufiger als von Frauen vollzogen.

Zu den atypischen Beschäftigungsverhältnissen gehört auch, statt im Betrieb, von zu Hause aus zu arbeiten. Diese durch die neuen Kommunikationsmittel gestützte Arbeitsweise ist noch wenig verbreitet und bisher nicht bevorzugt einem Geschlecht zugewiesen.