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1.2 Bildung im europäischen Vergleich
Abbildung 1.3: Frauenanteile bei den Studierenden der Ingenieurwissenschaften, der Fertigungstechnik und des Bauwesens1 in Europa 20032 (in %)
1 Der Indikator stellt den prozentualen Anteil der Frauen an den Studierenden der Fachrichtungen Ingenieurwe-sen, Fertigungstechnik und Bauwesen dar.
2 Für Frankreich und Luxemburg sind keine Werte verfügbar; der Wert für Griechenland stammt aus dem Jahr 2002. Für die EU der 15 sowie Österreich ist der Wert für das Jahr 2000 angegeben. Die Türkei, Island und Norwegen gehören nicht der EU an; sie wurden aus Vergleichsgründen hinzugefügt.
Anmerkungen:
Die verwendeten Bildungsstufen und Fachrichtungen beziehen sich auf die 1999er-Ausgabe der Internationalen Standardklassifikation für das Bildungswesen (ISCED 97) und das Eurostat-Handbuch der Ausbildungsfelder (1999). Für Deutschland und Slowenien fehlen die Angaben zu ISCED 6; in Luxemburg und Zypern studieren die meisten Studierenden im Ausland und sind in den Zahlen nicht aufgenommen; für Belgien ohne unabhängige private Einrichtungen.
Die Länder sind nach dem Geschlechterproporz geordnet.
Lesehilfe: Dänemark ist in der EU das Land mit dem höchsten Frauenanteil bei den Studierenden der Ingenieurwissenschaften, der Fertigungstechnik und des Bauwesens, Zypern ist innerhalb der EU das Land mit dem geringsten Frauenanteil.
Quelle: Eurostat 2005
Am höchsten ist der Frauenanteil bei den Ingenieurstudiengängen im Jahr 2003 in Dänemark. Im Jahr 2000 lag Dänemark noch mit 26 Prozent an der siebten Stelle, hier hat sich der Frauenanteil in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen innerhalb von drei Jahren also beträchtlich erhöht. Im Gegenzug ging er in Litauen, das nun an vierter Stelle liegt, zurück. Auch Schweden und die Slowakei erreichen noch vergleichsweise hohe Werte. Es lässt sich also ein leichter Vorsprung der nord- und osteuropäischen Länder bei den Frauenanteilen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen feststellen. Auch in Südeuropa finden sich Länder, in denen die Frauenbeteiligung über dem Durchschnitt der EU der 15 liegt. In Deutschland liegt der Frauenanteil bei diesen Studiengängen mit unveränderten 19 Prozent unter dem EU-Durchschnitt von 23 Prozent. Mit Abstand am geringsten ist die Studienbeteiligung der Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Studienfächern in Zypern.
[1] Diese Auswahl wurde von Eurostat getroffen, vermutlich, da Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik männlich konnotierte Fächer sind, in denen zu erwarten ist, dass der Frauenanteil niedriger ist als bei den Studierenden allgemein. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass das Interesse junger Frauen an Mathematik zumindest in Deutschland in den letzten Jahren zugenommen hat (Abschnitt 1.7.2) und dass Naturwissenschaft nicht gleich Naturwissenschaft ist; so wird Biologie von deutschen Frauen am achthäufigsten und von deutschen Männern am sechzehnthäufigsten studiert. Ein größerer Männeranteil findet sich dagegen in Physik (Tabelle 1.18 und Tabelle 1.19).


