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Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen

Liebe Leserinnen und Leser,

Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr - wenn Sie dies lesen, stutzen Sie vielleicht erst einmal. Aber: es gibt sie. Unter den insgesamt fast 1,4 Millionen Feuerwehrleuten waren allerdings 2004 nicht einmal zehn Prozent Frauen und Mädchen.

Es wird vermutet, dass überkommene  Rollenleitbilder von Männern und Frauen in unserer Gesellschaft sowie die Zurückhaltung von Männern bei der Übernahme familiärer Verpflichtungen und mangelnde Möglichkeiten der Kinderbetreuung z.B. bei Einsätzen Frauen an der Übernahme ehrenamtlicher Aufgaben in der Freiwilligen Feuerwehr hindern. Aber es sind auch die männlichen Organisationsstrukturen und Hierarchien der Feuerwehren, die Frauen und Mädchen vom freiwilligen Engagement bei der Feuerwehr abhalten. Deutlich ist jedoch allen Verantwortlichen, dass Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr in Zukunft unverzichtbar sein werden. Denn der demografische Wandel wird dazu führen, dass die Zahl der männlichen Freiwilligen in diesem Bereich zurückgehen wird, ohne dass die Berufs­feuerwehren dies werden kompensieren können.

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV)  hat die Zeichen der Zeit erkannt und beteiligt sich mit einem Projekt an dem Programm 'Generationenübergreifende Freiwilligendienste' der Bundesregierung und die Ergebnisse des ersten Projektjahres sind sehr positiv. Mit einer Bestandsaufnahme zur Integration von Frauen in der Feuerwehr startete der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) 2005 ein Frauenförderprogramm. Mit verschiedenen Maßnahmen soll der Prozess nun intern angeschoben werden

Zu den vielfältigen Maßnahmen, mit denen der DFV die Integration von Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr verbessern will, gehören Regionalkonferenzen für Feuerwehrfrauen, Infoflyer zu Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Freiwilligem Engagement in der Feuerwehr oder auch die Website "Netzwerk für Mädchen und Frauen in der Feuerwehr" (www.feuerwehrfrauen-netzwerk.org). Im Focus stehen aber auch die Veränderung männerdominierter Strukturen und der Abbau diskriminierender Einstellungen innerhalb der Feuerwehr.

Ich werde den weiteren Prozess im Deutschen Feuerwehrverband und in den Feuerwehren vor Ort mit Interesse verfolgen.

 

Ursula von der Leyen